Selbstfindung

Wenn man mit der Fotografie beginnt, dann will man erst mal alles ausprobieren. Findet man Bereiche die einem gefallen, geht man diesen erst mal nach. Irgendwann findet man vielleicht auch andere Bereiche wieder und probiert diese aus.

In meinem Fall war es so, dass ich von Anfang an sehr auf Menschen konzentriert war und es auch heute noch bin. Das bezieht sich auf mehrere Ebenen, einmal das Umfeld der Menschen, das Leben in der Stadt/Land als auch der Mensch komplett als Mittelpunkt (Hochzeiten, Feiern, Veranstaltungen, Porträt, usw.).

Neben dem Menschen habe ich auch immer wieder Tiere, Insekten und Pflanzen (Makro), als auch Stillife und auch mal Landschaften fotografiert. Das wenigste hat mich wirklich glücklich gemacht, abgesehen von einzelnen Bildern, die mir gefielen, meist deshalb weil sie etwas zeigen das für mich nicht alltäglich ist.

Ich dachte Anfang des Jahres wieder über die Makrofotografie nach, habe mein 60mm verkauft, ein 100mm gekauft und dann festgestellt, das ich es doch lieber anderen überlasse die das zum einen besser können und zum anderen damit vermutlich auch glücklicher sind. Mir ist die Makrofotografie zu mühsam, um das Ergebnis zu erreichen, das ich möchte, muss ich entweder lange und oft durch die Landschaften ziehen oder Insekten und Tiere töten, ich will beides nicht.

Ich habe auch festgestellt, dass mich die Porträtfotografie glücklich macht, und zwar bei jedem Bild, das so wird, wie ich es mir vorstelle. Das ich selbst immer wieder Kleinigkeiten finde, die mir nicht passen, das kenne ich von mir selbst gut. Da hilft es nur beim nächsten Mal anders, besser machen. Deswegen werde ich nun meinen Schwerpunkt endgültig daran setzen. Natürlich bleiben gelegentliche andere Fotos auf der Liste, sei es wegen einer Idee oder des Zufalls. Ich werde mir auch keine Landschaft entgehen lassen, die sich im Urlaub vor mir auftut, ebenso werde ich gelegentlich mal durch die Straßen von Wien ziehen, um Fotos zu machen. Doch der Bereich auf den ich mich nun konzentrieren möchte, ist die Porträtfotografie, wie ich es schon lange geplant hatte, sie als Projekt zu starten. Nur irgendwie war ich mir nie so sicher wie dieses Jahr, obwohl ich es eigentlich irgendwie schon immer wusste.

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