Polaroid Scanvorlage Version 2

Ich habe vor zwei Wochen schon eine Scan Vorlage gebastelt mit einer Karton-Schaumplatte die ca. 5 mm dick ist. Wie sich allerdings, nachdem sie fertig war, herausstellte, sind damit die Polaroids zu weit weg vom Glas des Scanners, dadurch wurden die Bilder unscharf. Ich kann jetzt an der Stelle nicht sagen, ob es an meinem Canon LIDE Scanner liegt, da dieser mit LED arbeitet oder an Scanner allgemein. Ich habe mich mit dem Thema hinsichtlich Abstand zur Glasplatte, nie wirklich beschäftigt.

Auf alle Fälle habe ich dann, an einer anderen Lösung gearbeitet, weswegen der Titel nun auch Polaroid Scanvorlage Version 2 lautet.

Vielleicht vorweg, es gab von Impossible, dem Erfinder und Hersteller der heutigen Generation von Polaroid Filmen, mal eine Vorlage aus Kunststoff. Diese waren einmal für, ich glaube, 30 Euro zu haben, was an sich schon teuer ist. Ich wollte mir solch eine organisieren, sprich kaufen, doch der aktuelle Preis liegt mit ~70 Euro viel zu hoch, weswegen ich mich entschieden habe, selbst eine Vorlage zu basteln. Es ist auch nicht so das ich Hunderte Fotos mit den Polaroid Kameras mache und diese dann Scannen muss/will.

Gebastelt habe ich mir die Vorlage aus einem Fotokarton mit 300mg/qm in A4 von der Firma folia (link gibt es am Ende des Beitrags). Dafür habe ich mir insgesamt vier Blätter genommen, drei davon mit einem flüssigen Kleber zusammengeklebt und zwischen Büchern gepresst, damit er möglichst gerade bleibt, da sich das Papier durch den feuchten Kleber verbiegt und Wellen wirft.
Wenn der zusammengeklebte Fotokarton trocken ist, und somit etwas dicker als ein Polaroidfoto, habe ich mir mittels Geodreieck ein Bild vermessen, mir vier Rechtecke auf den Karton vorgezeichnet, wobei ich etwas mehr Platz gelassen habe, damit ich das Foto nicht rein pressen muss, aber auch nicht zu viel, damit es nicht schief eingescannt wird. Das Ganze habe ich mit einem Cutter und einem Alulineal vorsichtig ausgeschnitten.

Danach hinten drauf das vierte Blatt vom Fotokarton auf geklebt, wieder zwischen Büchern gepresst. Dann habe ich jeweils vier runde Löcher ausgeschnitten und ein doppelseitiges Tixo verwendet. Das doppelseitige Klebeband, das ich mit den Fingern noch etwas abgetupft habe damit es nicht zu stark klebt, dient dazu das die Polaroids nicht raus fallen, wenn man den Rahmen umgekehrt in den Scanner legt. Die Löcher, damit man die Fotos von hinten, mit den Fingern, wieder aus der Vorlage bekommt.

Die Bilder reinige ich vorher mit einem Microfastertuch, danach scanne ich sie mit 600dpi ein, bei meinem Scanner muss ich bei der Auflösung jedes Bild einzeln einscannen, da Canon das ziemlich bescheuert gelöst hat, warum auch immer. Mit 300dpi kann ich allerdings auch die ganze Seite einscannen.

 

Die gescannten Bilder werden dann in Photoshop ausgerichtet und zugeschnitten , etwas mit dem Filter > Scharfzeichnungsfilter > Scharfzeichnen (1-2x) nachgeschärft. Das kann man natürlich noch besser machen, aber an sich reicht es (zumindest mir) für die eingescannten Polaroids.

Fertiges Bild kleiner gespeichert, also fürs Web:

Materialliste (Amazon Affiliate Links):

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