Sofortbilderformate im Vergleich

Ich möchte mit den Bildern zeigen wie sich die drei Formate (Fuji Instax Mini und Square, Polaroid) in der Größe unterscheiden.

Es gibt natürlich noch mehrere Sofortbildformate, zu den aktuell gängigen Formaten gehört eigentlich noch das Fuji Instax Wide Format, allerdings besitze ich keine Kamera in diesem Format. Die beiden Instax Fotos sind übrigens mit den Druckern von Fuji gedruckt worden und wurden ursprünglich mit Nikon Kameras aufgenommen.

Fuji Instax Mini Format
Fuji Instax Square Format
Polaroid Format

Ein paar Informationen zu den Fotos. Das erste Bild ist von einer Bekannten, Irene. Sie hat sich als Schmink Modell für Auszubildende der Make-up Artist Schule Gianni Colores zur Verfügung gestellt. Im Anschluss haben wir dann Fotos gemacht.

Das zweite Bild ist, wie fast jeder erkennen kann, Quentin Tarantino. Und auch wenn schon der eine oder andere meinte: „Das Foto ist aber nicht von Dir.“ – doch. Allerdings ist er mir hier nicht in lebender Form erschienen, sondern als Wachsfigur im Madam Tussaudas Wachsfigurenkabinett in Wien. Ich habe das Foto lediglich so bearbeitet, das es alt aussieht und man so wenig wie möglich erkennt das es sich um eine Wachsfigur handelt.

Das letzt Bild ist ein aktuelles Bild (01/2020) von meinem kleinen Sohn wie er gerade auf der Ukulele im Wohnzimmer, bei Kunstlicht spielt. Es ist eines der Testbilder mit der Polaroid Originals OneStep+, wo ich die Bilder noch vorstellen werde. Es handelt sich natürlich nicht um Shootings, sondern reine Testfotos.

Informationen zur Polaroid Originals OneStep+

Hinweis – Die hier angeführten Informationen können sich noch leicht ändern durch persönliche Erfahrungen, wie z.B. die Akku-Leistung für 15-20 Filmkassetten (Herstellerangaben aus dem Handbuch).

Ich möchte an dieser Stelle ein wenig über die Polaroid Originals OneStep+ Kamera schreiben. Bei meiner Recherche habe ich mir einiges notiert und dann festgestellt das hier teilse falsche Informationen verbreitet werden. Dabei wäre es recht einfach, wenn man auch nur mal einen Blick in das Handbuch wirft oder die Informationen am Film ließt. Auch der Quick Start Guide ist fürs Erste hilfreich. Wie dem auch sei, hier eine Zusammenfassung dessen, was ich gefunden habe.

Die Geschichte zu Polaroid ist hier (Wikipedia) zu finden. Wichtig ist vielleicht zu wissen, dass die Marke Polaroid zuletzt von Impossible gekauft wurde und nun die überbleibenden und neuen Produkte als Polaroid Originals vertrieben werden. Impossible hat erst die Fabrik in den Niederlanden aufgekauft sowie 10 Maschinen für die Produktion des Sofortfilmes, später dann die Marke Polaroid. Kurz gesagt, für uns ein Glück, sonst könnten wir heute keine Polaroid Filme mehr kaufen bzw. neuere Kameras wie die OneStep+.

Was macht die Polaroid OneStep+ so besonders? Abgesehen davon das sie wie eine alte Polaroid funktioniert und der Bildstil nahezu wie damals ist, die Tatsache das sich die OneStep+ mit dem Smartphone per App verbinden lässt. Zwar werden die Fotos nicht auf Speicherkarte oder dem Smartphone gespeichert, aber die Verbindung via Bluetooth ermöglicht es unter anderem per Smartphone die Kamera auszulösen. Außerdem befindet sich der Akku in der Kamera und nicht wie bei den alten 600er Kameras im Film.

Technische Informationen

Beginnend mit den wichtigsten technischen Informationen zu der Kamera. Teils für den Kauf einer Tasche interessant, aber auch z.B. wegen dem Packen des Koffers für eine Reise.

  • Größe: Länge 150mm, Breite 111mm und Höhe 97mm
  • Gewicht: 493 Gramm ohne Film (mit Film ist vom Film abhängig, 600er Film hat z.B. eine Batterie verbaut)
  • Akku: Lithium-ionen Batterie mit 1100 mAh
  • Micro-USB Anschluss zum Aufladen
  • Objektiv: Standardbrennweite 103mm, Porträtbrennweite: 89mm
  • Sichtfeld: 41° vertikal, 40° horizontal
  • Stativgewinde an der Unterseite
  • Schlaufen für einen Gurt (in der Lieferung enthalten)

Lieferumgang:

  • Kamera
  • USB-Ladekabel
  • Kameragurt
  • Quickstart Guide
  • Handbuch (auch deutsch enthalten)
  • Polaroid Original Sticker

Weitere Informationen gibt es direkt auf der Polaroid Originals Homepage.

Ich empfehle, wie bei jedem anderen elektrischen Gerät oder Gerät mit Optik, wenn es aus der Kälte kommt (also auch beim ersten Auspacken), erst mal in der Wohnung/Raum klimatisieren lassen (1-2 Stunden) und dann auspacken. Ebenso wenn man im Winter im Freien fotografiert, dann erst mal die Kamera für die Zeit in der Tausche lassen, ehe man sie rausnimmt. So verhindert man das sich ggf. Kontenzwasser bildet, das kann für die Linsen vom Nachteil sein als auch natürlich für die Elektronik. Das steht zwar nicht im Handbuch, es bedarf aber wenig Hirnschmalz, um zu verstehen, das ein Schneller kalt warm (als auch umgekehrt) wechsel, eher ungesund ist für eine Kamera. Einfach daran denken wie sich Brillen verhalten, wenn man von der Kälte ins warme kommt.

Akku

Nach dem Auspacken empfiehlt der Hersteller (wie auch ich), die Kamera erst mal aufzuladen. Über ein Smartphoneladegerät oder entsprechenden Netzteil dauert das Aufladen ca. 2 Stunden (bei leerem Akku), über einen USB-Port auf dem Computer kann es bis zu 4 Stunden dauern. Das ist aber abhängig vom Computer/Notebook. Es gibt Geräte mit eigenen Ports zum Laden, bei neueren Geräten bekommt man generell mehr Leistung aus dem Port.
Die LED leuchtet so lange rot, bis der Akku der Kamera vollständig geladen ist. Dann erlischt die LED.

Eine volle Akkuladung reicht für 15-20 Filmkasetten (abhängig von Blitz, Bluetooth, Einzel- oder Doppelbelichtung, Langzeitbelichtung, etc.). Bei Langzeitbelichtungen wird der Akku vermutlich keine 15 Filmkasetten halten, wenn man Fotos mit je 30 Minuten oder gar länger, belichtet. Erfahrung habe ich damit allerdings keine (dafür hab ich mir die Kamera auch nicht gekauft).

Wenn der Blitz lädt, blinkt die LED (beim USB-Anschluss) grün. Wenn sie grün durchgehend leuchtet, hält der Akku noch für mindestens zwei Filmkassetten. Der Akku ist schwach, wenn die LED orange blinkt und leuchtet, der Akku reicht noch für ca. eine Filmkassette. Wird die LED rot, ist der Akku erschöpft und muss wieder geladen werden.

Eine weitere und genauere Überprüfung der Akkuleistung ist möglich, wenn man die Kamera ausschaltet, beim Einschalten die +-Taste gedrückt hält. Daraufhin zeigen die acht LEDs der Restbildanzeige (oben auf der Kamera zu sehen) den Akkustand an in 12,5 % Schritten. Leuchten noch 2 LEDs, ist noch eine Restleistung von 25% vorhanden.

Film(e)

Zum Film gibt es folgende Informationen:

  • Farbfilm:
    • ASA 640
    • Entwicklungszeit: 10-15min
    • Umdrehen nach dem Entwickeln/Auslösen für mind. 6 Minuten
    • Am besten im Kühlschrank lagern.
  • SchwarzWeiß-Film:
    • ASA640
    • Entwicklungszeit: 5-10 Minuten
    • Umdrehen nach dem Entwickeln/Auslösen für mind. 1 Minute
    • Am besten im Kühlschrank lagern

Zwischen den i-Type und den 600er Film dürfte es, soweit ich das bisher beurteilen kann, keine Unterschiede geben. Der Unterschied ist lediglich das im 600er Film eine Batterie eingebaut ist, die für die älteren Kameras notwendig ist, da dieser den Strom liefert damit der Film aus der Kamera kommt. Der Umwelt zuliebe sollte man daher die i-Type Filme kaufen, wenn man nicht eine ältere Polaroid Kamera nutzt. Es ist aber möglich beide Typen von Filmen in der OneStep+ bzw. OneStep 2 Kamera zu benutzen. Die i-Type Filme sind nicht für ältere (Vintage) Kameras nutzbar.

Der richtig Umgang mit dem Film ist übrigens wichtig, da dadurch die Qualität der Ergebnisse beeinflusst werden. Laut einigen Berichten, die ich gelesen habe, werden die Filme nicht immer richtig in den Geschäften gelagert. So habe ich Fotos gesehen wie sie bei den großen Ketten einfach im Regal hängen, anstatt sie in einem Kühlschrank zu lagern. Amazon wird das auch nachgesagt, habe aber darüber keine Informationen. Beim kleinen Fotohändler bezahlt man etwas mehr, dafür könnte dieser einen Kühlschrank dafür zur Verfügung haben (oder direkt bei Polaroid Originals auf der Homepage kaufen). Ich würde Empfehlen die Filme für den Sommer dann zu kaufen, wenn es noch entsprechend kühl ist und die Sonne nicht die Autos aufheizen.

Zu Hause sollte man den Film im Kühlschrank lagern, vor Gebrauch auf Zimmertemperatur bringen. Der Film sollte nicht in der Sonne liegen, was ebenso gilt, wenn der Film in der Kamera eingelegt ist, dies führt zu stärkeren Veränderungen bei den Filmen. Im Sommer werden die Bilder gelblicher, im Winter bei Kälte grünlicher. Generell ist es aber so, bei Polaroid weiß man so oder so nicht genau was rauskommt. Ein Foto unter gleichen Bedingungen und gleichem Licht, wird in der Regel dennoch nicht gleich von der Farbtemperatur sein. Für mich macht genau das Polaroid aus.

Das Einlegen des Films ist einfach, vorne unten an der Kamera befindet sich eine Filmklappe, die man mit dem Entriegelungshebel (diesen nach rechts schieben) öffnen kann. Die Filmkassette mit der Darkside/Lichtschutz nach oben in die Kamera schieben. Danach die Klappe schließen und ein Filmdeckblatt kommt automatisch aus der Kamera. Sollte das nicht passieren, den Film nochmals einlegen und bis nach hinten in die Kamera schieben.

Wenn der Auslöser gedruckt wurde und der Film aus der Kamera kommt, beginnt sogleich die Entwicklung des Bildes. Das Bild hinter der Folie vornehmen, die Folie schnalzt zurück in die Kamera, das Bild sofort umdrehen (weg vom Licht) und im Dunkeln entwickeln lassen (Hosentasche, Kameratasche, verkehrt auf den Tisch, …). Wenn es heiß ist, von der Wärme abschotten, wenn es kalt ist vor der Kälte. Je nachdem ist die Tasche oder die Brust- oder Hosentasche eben besser geeignet. Die Dauer der Entwicklung ist, wie schon oben bei den Daten, vom Film abhängig. Steht aber auf der Packung. Die wichtigste Phase sind aber die ersten 1 (SchwarzWeiß) bzw. 6 Minuten (Farbe), je nach Film. Ich selbst lasse, wenn möglich, die Filme über einen längeren Zeitraum im dunkeln. Mir ist aufgefallen, dass die tatsächliche Entwicklungszeit länger dauert, was aber auch wieder vom eingelegten Film abhängig ist.

Übrigens ist der Film im Schnitt 12 Monate haltbar, auf dem Film steht das Produktionsdatum. Das soll nicht heißen das der Film dann defekt ist, es kann nur zu Fehlern kommen (Farben, Flecken. etc.), wie auch bei einer falscher Lagerung. Das kann ggf. auch einen gewissen Flair ausmachen, gibt dem Bild noch etwas mehr Charakter.

Übrigens, die Filme, vor allem von der 600er Serie, gibt es auch mit verschiedenen Rahmen mit unterschiedlichen Motiven und Farben. Die sind in der Regel etwas Teurer.

Oben an der Kamera befinden sich 8 LEDs, welche die noch vorhandenen Filme hhnand der LEDs anzeigen. Leuchten fünf LEDs, können noch fünf Fotos mit der Filmkassette gemacht werden.

Zum Film möchte ich noch sagen, ich weiß nicht ob es einen Nachbau gibt, aber ich würde dazu raten auf die original Polaroid 600er bzw. i-Type Filme zu setzen. Nicht weil sie vielleicht eine bessere Qualität haben oder hätten, sondern vielmehr um den Fortbestand von Polaroid zu sichern.

Auslöser

Ein Foto macht man, wie bei fast allen Kameras, mit dem Auslöser. Das ist die rote Taste an der Vorderseite der Kamera auf der (von vorne gesehen) linken Seite. Wird der Auslöser gedrückt und man lässt ihn los, wird der Verschluss geöffnet, der Film belichtet und danach das Bild ausgeworfen, wird auch Entwickeln genannt, da sobald der Film belichtet wird, der chemische Prozess sogleich startet.

Drückt man an der Front 2x die +-Taste (leuchtet dann durchgehend orange), wird der Selbstauslöser eingestellt. Drückt man anschließend auf den Auslöser (blinkt die +-LED dann orange), wird nach 8 Sekunden der Verschluss geöffnet, sprich der Auslöser aktiviert.
Bei sonnigen Bedingungen wird der Countdown auch durch kurze, schwache Blitze angezeigt.

Beim Selbstauslöser ist der Blitz immer automatisch aktiviert. Um ihn zu deaktivieren, muss beim Drücken des Auslösers die Blitzunterdrückungstaste mit gehalten werden.

Sucher

Der Sucher ist rechts, etwas höher, neben dem Objektiv. Dies ist vor allem bei Fotos bis zu einer Objektentferung von 1.2 Meter wegen des Bildausschnitts zu beachten.

Objektiv/Brennweite

Die Polaroid OneStep+ ist mit zwei Brennweiten ausgestattet (oben an der Kamera den roten Hebel umlegen).
Ist der Hebel nach links umgelegt, handelt es sich um die Standardbrennweite von 103mm welche sich für eine Entfernung von 1,3 Meter bis unendlich eignet, bzw. für Porträts in einer Entfernung von 1,3 bis 2,2 Meter.
Liegt der Hebel rechts, dann wird von der Porträtbrennweite von 89mm gesprochen, welche sich für eine Entfernung zwischen 0,6 – 0,9 Meter eignet.
In den genannten Entfernungen für Porträts gibt es auch eine Tiefenunschärfe, sprich der Hintergrund hebt sich von dem zu fotografierenden Objekt ab.

Blitz

Der Blitz ist immer aktiv und sollte auch immer verwendet werden, ausgenommen bei direkter Sonne bzw. einer entsprechenden Lichtquelle. Mit der Blitzunterdrückungstaste kann ohne Blitz belichtet werden. Diese befindet sich auf der Höhe der Auslösetaste, auf der Fotografen zugewandten Seite unter dem Micro-USB Anschluss.

Der Blitz „gleicht“ das gelbliche Licht in Innenräume aus. Bei direkter Sonne soll die Sonne hinter dem Fotografen sein, also direkt auf das Objekt scheinen. Das ist bei Porträts von Personen eher unvorteilhaft, da diese die Augen zusammenkneifen. Entweder wird es ein Foto mit einer Sonnenbrille oder man wechselt den Standort an ein schattiges Plätzchen, zumindest für das Modell.

Um ein Bild heller oder dunkler mit dem Blitz zu belichten, kann an der Vorderseite unter dem Okular, der Schalter auf +, also heller, mitte normal/neutral und – dunkler einstellen.

App

Um die Kamera mit dem Smartphone zu koppeln, 1x an der vorderen Seite der Kamera auf die +-Taste drücken und im Smartphone die App für die OneStep+ öffnen. Kamera und Smartphone koppeln sich somit ohne große Probleme. Wenn mehrere Kameras in der Nähe sind, könnte das unter Umständen blöd werden. Ich denke aber so viele OneStep+ Polaroid Junkies wird es unterwegs nicht geben, ausgenommen auf einer Fotosafari mit Polaroid Original Kameras 🙂

Will man die Kamera neu koppeln, muss am Smartphone das Bluetooth deaktiviert werden, die +-Taste an der Kamera 3 Sekunden lang gedrückt halten. Die +-LED blinkt dann wieder und erneut bereit zum Koppeln.

Die App Polaroid Originals hat folgende Funktionen für die Kamera:

  • Remote Auslöser
  • Selbstauslöser zwischen 1 und 12 Sekunden
  • Porträt
  • Doppelbelichtung
  • Lichtmalerei
  • Geräuschauslöser (Pegel einstellbar)
  • Manueller Modus

Sicher brauchbar ist der Remote Auslöser, der Selbstauslöser, die Doppelbelichtung und wer etwas kreativer sein möchte, der manuelle Modus bei welchem die Belichtungszeit (bulb, 30 Sekunden bis 1/125), die Blende (f12-64), den Blitz (Aus, 1/16 bis volle Leistung) und den Auswurf einstellen.

Darüber hinaus gibt es noch eine App mit der man die entwickelten Polaroids „Scannen“ kann. Heißt nichts anderes, als das man ein Foto mit dem Smartphone davon macht, über die App, die App den Rahmen erkennen soll und dann das Bild digitalisiert auf dem Smartphone landet.
Bei meinem Test hat das eher weniger gut funktioniert. Bis die Kamera den Rahmen als grün anzeigt, dauert es sehr lange, ist auch sehr abhängig vom Hintergrund. Aber selbst bei einem schwarzen Hintergrund hat es schlecht funktioniert. Darüber hinaus sieht man alle Lichtreflexe auf dem Bild, da die Fotos an der Oberfläche spiegeln. Ist eine Lösung für unterwegs oder wenn man keine andere Möglichkeit hat, aber ich für meinen Teil werde die Bilder einfach mit dem Scanner scannen. Ansonsten kann man sich seine Scans anschauen, Inspirationen holen, wobei man im Netz wesentlich mehr findet.

Rolle reinigen

Die Transportrolle für den Film kann verschmutzt werden, irgendwo hab ich gelesen oder gehört das  laut Polaroid alle 2-3 Filmkassetten die Rolle reinigen soll. Andere meinten alle 10-20 Filme. Ich habe dafür noch keinen Richtwert, sehe das mit alle 2-3 Filme als OK an. Je nachdem, wenn ich gerade unterwegs bin und tatsächlich 3 oder 4 Filme verknipse, dann werde ich, wenn nicht notwendig, die Rolle auch nicht reinigen. Ansonsten sehe ich darin kein Problem.

Wann muss man die Rolle reinigen? Ich habe aktuell noch kein Beispiel dafür, wenn es soweit werde ich es hier einfügen. Es ist so das Streifen und Fehler im Bild entstehen. Da die Filmpreise hoch sind, würde ich sagen, lohnt sich ein regelmäßiges Reinigen auf alle Fälle.

Wie das geht, steht im Handbuch oder einfach hier:

  • Kamera ausschalten
  • Filmkasettenklappe öffnen
  • Bildunterdrückungstaste halten und den Auslöser drücken
  • Kamera wechselt in den Walzenreinigungsmodus
  • Die Walzen mit einem feuchten Tuch oder mit einem Wattestäbchen reinigen
  • Den Auslöser betätigen um die Walze weiter zu drehen
  • Saubere Filmklappe schließen
  • Die Walzen kehren automatisch in die korrekte Position zurück

Ich hoffe, ich konnte mit dieser Zusammenfassung einen kleinen Einblick geben. Mein Ziel wäre diese Zusammenfassung mit eigenen Erfahrungen zu ergänzen. Dieses Dokument wurde am 26.01.2010 das letzte Mal bearbeitet.

Retro Kamera im neuen Gewand

Beim Durchstöbern des Internets nach einer alten Kamera bin ich wieder einmal über die Polaroid Kameras gestolpert. Dabei ist mir das neue Model OneStep+ aufgefallen, welches sich mit dem Smartphone verbinden lässt. Das Interessante daran ist, man nutzt die App z. B. als Fernauslöser, die Bilder werden aber nicht digital gespeichert. Bedeutet, das Unikat eines Polaroids geht nicht verloren.

Warum Polaroid und nicht eine neue Fuji Instax (eine Fuji SQ10 liegt zu Hause)? Weil zum einen das Format der Polaroid mit 79x79mm gegenüber Fuji Squade mit 61x61mm größer ist, zum anderen sind die Sofortbilder bei Fuji sehr, ich sag mal, clean. Hingegen die Bilder der Polaroid in klassischer Form zum einen, einen Farbstich haben, zum anderen der Zufall des Ergebnisses sehr davon abhängt wie der Film gelagert wurde, wie alt der Film ist, wie das Licht ist, wie sich der Film entwickeln konnte. All das gilt natürlich auch für Fuji, aber mir wäre Fuji bisher weniger anfällig vorgekommen. Somit ist Polaroid eine eigene, parallele Welt der Sofortbilder.

Polaroid mit den i-Type Filmen hat aber auch seinen Preis, für 8 Bilder in Farbe, legt man ca. 2 Euro pro Bild hin. Es ist mit dem Fuji Instax Square bei ca. 1 Euro pro Bild schon viel, aber hier kann man schon von Luxus sprechen. Eine Filmkassette mit 8 Bildern gibts für 15-18 Euro. Und dann muss man auch noch den Film richtig lagern und beim Entwickeln der Bilder aufpassen. Aber wenn wir uns ehrlich sind, genau das macht es ja aus. Der Prozess, das bedachte Auswählen des Motivs, das Unikat, das man am Ende in der Hand hält. Und wenn man so ein wirklich gutes Foto dem Model in die Hand drückt, dann schenkt man als Fotograf schon mal etwas her, das man gern hat, das einem am Herzen liegt, ein Foto, das einem gut gefällt. Wer das nicht zu schätzen weiß, hat es nicht verdient 🙂

Auf alle Fälle werde ich zu der Kamera noch etwas zusammenschreiben, ebenso werde ich Bilder posten. Aktuell lerne ich gerade damit umzugehen, ich habe die erste Kassette schon mal extra als Test abgeschrieben. Auch darüber werde ich berichten.

Selbstfindung

Wenn man mit der Fotografie beginnt, dann will man erst mal alles ausprobieren. Findet man Bereiche die einem gefallen, geht man diesen erst mal nach. Irgendwann findet man vielleicht auch andere Bereiche wieder und probiert diese aus.

In meinem Fall war es so, dass ich von Anfang an sehr auf Menschen konzentriert war und es auch heute noch bin. Das bezieht sich auf mehrere Ebenen, einmal das Umfeld der Menschen, das Leben in der Stadt/Land als auch der Mensch komplett als Mittelpunkt (Hochzeiten, Feiern, Veranstaltungen, Porträt, usw.).

Neben dem Menschen habe ich auch immer wieder Tiere, Insekten und Pflanzen (Makro), als auch Stillife und auch mal Landschaften fotografiert. Das wenigste hat mich wirklich glücklich gemacht, abgesehen von einzelnen Bildern, die mir gefielen, meist deshalb weil sie etwas zeigen das für mich nicht alltäglich ist.

Ich dachte Anfang des Jahres wieder über die Makrofotografie nach, habe mein 60mm verkauft, ein 100mm gekauft und dann festgestellt, das ich es doch lieber anderen überlasse die das zum einen besser können und zum anderen damit vermutlich auch glücklicher sind. Mir ist die Makrofotografie zu mühsam, um das Ergebnis zu erreichen, das ich möchte, muss ich entweder lange und oft durch die Landschaften ziehen oder Insekten und Tiere töten, ich will beides nicht.

Ich habe auch festgestellt, dass mich die Porträtfotografie glücklich macht, und zwar bei jedem Bild, das so wird, wie ich es mir vorstelle. Das ich selbst immer wieder Kleinigkeiten finde, die mir nicht passen, das ist nichts ungewöhnliches. Da hilft es nur, es beim nächsten Mal anders und besser machen. Deswegen werde ich nun meinen Schwerpunkt an die Porträtfotografie verlagern. Natürlich bleiben gelegentliche andere Fotos auf der Liste, sei es wegen einer Idee oder des Zufalls. Ich werde mir auch keine Landschaft entgehen lassen, die sich im Urlaub vor mir auftut, ebenso werde ich gelegentlich mal durch die Straßen von Wien ziehen, um Fotos zu machen. Doch der Bereich auf den ich mich nun konzentrieren möchte, ist die Porträtfotografie, wie ich es schon lange geplant hatte, sie als Projekt zu starten. Nur irgendwie war ich mir nie so sicher wie dieses Jahr, obwohl ich es eigentlich irgendwie schon immer wusste.

Telefonzelle in Gibraltar

Heute bin ich wieder über dieses Foto gestolpert, als ich es gegen eines meines kleinen Sohnes ausgetauscht habe. Ich habe es letztes Jahr in Gibraltar aufgenommen und danach bearbeitet. Nach über einem Jahr schau ich es mir das erste Mal wieder an und finde einfach gefallen daran. Irgendwie ist es wie ein Postkartenfoto. Wobei als Druck finde ich das Bild viel besser als auf dem Bildschirm.

Mein Foto Equipment

Mir wurde schon in der Vergangenheit oft die Frage gestellt, mit welchem Equipment ich meine Fotos mache. Um dieser Frage gleich im Voraus zu klären, hier eine Auflistung meiner Fotoausrüstung:

  • FujiFilm X-T2
  • FujiFilm X-T100
  • FujiFilm VPB-XT2
  • FujiFilm Fujinon XF 23mm f1.4
  • FujiFilm Fujinon XF 27mm f2.8
  • FujiFilm Fujinon XF 35mm f1.4
  • FujiFilm Fujinon XF 60mm f2.4 Makro
  • FujiFilm Fujinon XF 16-55mm f2.8
  • FujiFilm Fujinon XF 50-140mm f2.8
  • Neewer 28mm f2.8
  • KamLan 50mm f1.1
  • Helios Zenit 44M-4 58mm f2.0
  • FujiFilm EF-42 Aufsteckblitze
  • 2x Polaroid Originals OneStep+ (Sofortbildkamera)

Liste am 13.02.2020 upgedated.

Natürlich gibt es noch mehr Zubehör, das in meinem Besitz gewandert ist. Ich fotografiere seit Ende 2010, da kommt doch einiges zusammen. Ich habe vieles gekauft und auch wieder verkauft. Begonnen hat alles mit einer Nikon D3000. Und als die Fotografie immer mehr Besitz von meiner Seele nahm, reichte die D3000 irgendwann nicht mehr aus (für mein Empfinden). Darauf folgte die Nikon D300s, darauf die D700 und dazu eine D800. Irgendwo dazwischen hatte ich auch noch eine Nikon D5200, weil ich eine kleinere Kamera wollte.

2015 bin ich dann auf Fuji umgestiegen. Der Grund war, dass ich genug hatte von der Fotografie, wie ich sie bisher erfahren hatte. Die Ausrüstung war mir zu groß, das Herumschleppen vom schweren Zubehör war mir irgendwann zu viel. Kameras mit Sensoren im Kleinbildvormat, Batteriegriff, schwere Objektive. 24-70mm f.28, 70-200mm f2.8 sowie die ganzen f1.8er Fixbrennweiten (50, 85mm) sowie ein Makro Objektiv mit 90mm f2.8.

Die Fuji X-T1 hat mir wegen ihrer Einstellräder gefallen. Und ich habe mir wirklich viele Berichte durchgelesen und alles, was ich finden konnte an YouTube Videos reingezogen. Damals war noch nicht so viel davon vorhanden. Die Entscheidung kostet mich nicht nur viele Stunden der „Forschung“ sondern auch schlaflose Nächte.

Als ich dann die Fuji X-T1 in meinem Besitz hatte und das erste wirklich brauchbare Objektiv, war ich so dermaßen überrascht, das ich es eigentlich nicht glauben konnte. Bis dahin dachte ich nicht das ein APS-C Sensor so viel Leistung bringen konnte. Kein Farbrauschen, ISO Qualität wie die der D700 und damit auch besser als die der D800. Die Schärfe war und ist echt klasse. Unglaublich. Dazu war das Teil auch noch viel kleiner und leichter und hatte trotz kleineren Sensor mehr Megapixel aus die D700 (16MP zu 12MP). Dann kamen natürlich noch alle Vorteile einer Systemkamera hinzu, das man schon das fertige Bild sieht, mehr Informationen einblenden kann und das manuelles Fokusieren damit sogar Spaß macht. Die Nachteile sind vor allem auf die Akkuleistung zu beziehen, weswegen auch ein Batteriegriff unausweichlich ist, wenn man Veranstaltungen fotografieren möchte. Damals war der Autofokus bei manchen Objektiven noch sehr langsam. Mittlerweile kann man das weder noch bei den betroffenen Objektiven sagen (außer dem 60mm Makro, dass ich sowieso manuell scharf stelle), noch bei der Kamera.

Ich habe meine X-T1 eigentlich nur deshalb verkauft, weil ich die Steuerung so gewohnt war, dass ich die X-T2, die ich bereits hatte, nicht nutzen wollte.

Bis heute bereue ich diese Entscheidung nicht und jedes Mal wenn ich so ein Drum wie eine Nikon D810, D750 oder eine Canon MK-III oder was auch immer in die Hand nehme (da reicht eigentlich auch schon die alte D90 die hier noch herumliegt), weiß ich wieder, warum ich auf Fuji umgestellt bin. Und der Grund, dass man alles auf der Kamera mit Reglern und Schaltern einstellen kann, ist nach wie vor der Grund, warum ich nicht den Hersteller wechseln möchte. Auch wenn man Sony so viel positives zuschreibt, und ich mir gut vorstellen kann, dass es auch technisch die bessere Wahl wäre, kann sie mit der Haptik der Fuji nicht mithalten. Das Entscheidende bei den Fotos ist aber am Ende das Foto, nicht mit welcher Kamera es ausgenommen wurde. Somit ist es mir wichtiger das ich mich mit dem Equipment wohlfühle, als das es technisch überlegen ist. Und wenn man es genau nimmt, müsste man für jede Situation eine andere Kamera verwenden.

Vielleicht entscheide ich mich irgendwann für ein anderes System, vielleicht werden die Kameras und Sensoren auf den Smartphones noch besser und jede Art von Kamera wird damit sinnlos. Was die Zukunft bringen wird, weiß ich nicht so genau. Aber ich bin glücklich mit Fuji und werde mit Sicherheit, wenn Fuji nichts Grobes an der Steuerung ändert, noch lange bei Fuji bleiben. Als eine weitere kleinere Systemkamera kann ich mir aktuell die Fuji X-T100 vorstellen. So als eine immer dabei Kamera.* Bei dem Preis tut es mir nicht so sehr leid wie bei der Fuji X-T2. 599 Euro vs 1.300 Euro. Mir fehlt aber auch noch ein für mich relevantes Objektiv, das 56mm f1.2.

* Am 7.2.2020 wurde die Fuji X-T100 geliefert, mit der Fuji Rabatt Aktion habe ich die Kamera um knapp 253 Euro neu gekauft.

Neuer Photoblog

In der Selbstständigkeit haben wir damals in ein CMS als auch in WordPress Templates investiert, Letzteres war allerdings für eine englische Webseite gedacht und hat somit einige Probleme verursacht. Deswegen habe ich nun beide Blogs gelöscht und diesen hier neu erstellt.

Hier werde ich in Zukunft Bilder und Texte zu Projekten, Gedanken, etc. präsentieren. Ebenso möchte ich die Hauptseite neu erstellen. Es war zwar zu einem späteren Zeitpunkt geplant, aber durch einen Fehler wurden Inhalte gelöscht. Ich sehe das unkritisch, da die Seite sowieso zu langsam war. Bedeutet aber auch das die Seite ohne Inhalt dasteht.

Neben dem Blog und der Homepage, möchte ich gweepography aus Facebook nehmen. Mein Ziel ist es, entgegen aller Trends, den sozialen Medien den Rücken zu kehren. Nicht nur mit der Fotografie, sondern auch privat.

Das ist der aktuelle Plan der Reise hinsichtlich meiner Präsents, im Internet. Die Seite wird definitiv viel Zeit in Anspruch nehmen und auch länger dauern. Ich wäre schon sehr glücklich, wenn ich 2018 noch etwas präsentieren kann.