Canon Zoemini – portabler Drucker

Bei dem Canon Zoemini handelt es sich um einen kleinen pocket Drucker, welche Fotos im Format 5 x 7,6 cm druckt. Dabei braucht er keine Tinte dank dem Zink Papier, welches mit Hitze druckt. Die Fotos kommen in Farbe und sind auch beständig, nicht wie die Kassabon 😊

Der Drucker wird per mitgelieferten USB-Kabel aufgeladen, ist von der Größe ca. wie eine 2.5“ externe USB-Festplatte, also leicht einzustecken. Angesteuert wird der Drucker per Bluetooth mit dem Smartphone (iOS oder Android), somit kommen die Fotos entweder vom Smartphone selbst oder aber man schickt sich die Fotos auf das Smartphone (USB-Kabel, Mail, ftp, etc.) um sie dann per Software zum Drucker zu schicken.

Erst muss der Drucker per Bluetooth mit dem Smartphone gekoppelt werden, dann kann man über die Software, mit den Namen Canon Mini Print, den Drucker koppeln und ansteuern (Firmware Update stand bei mir aus). Alles in allem kein Hexenwerk, sollte jeder schaffen.
Klickt man dann auf das Bilder-Symbol, kann man ein Foto auswählen, das man drucken möchte. Nun gibt es einige Spielereien, wo man das Bild optimieren kann, Text hinzufügen, Emojis hinzufügen, Gesichter verformen, Rahmen einfügen uvm. Ebenso kann man ein Bild auf mehrere Fotos ausdrucken (4 oder 9) um so ein größeres Foto zu bekommen. Die darf man dann, wie bei den Sticker Alben zusammenkleben.

Apropos zusammenkleben, die Fotos sind selbstklebend. Man muss hinten einfach nur das Deckblatt abziehen und schon hat man einen Sticker. Das und das kleine Format war einer der Gründe, warum ich mir den Drucker angeschafft habe.  Das erste Packerl Druckerpapier liegt übrigens bei, somit sind mit dem Drucker schon mal die ersten 10 Fotos gesichert. Was mir übrigens noch gefallen hat, der Detailgrad der Fotos und die Tatsache das die Fotos größer sind, als beim Instax Mini Drucker den ich hatte.

Der Drucker ersetzt natürlich keinen Foto Drucker, es geht hier einfach, nur darum mal schnell jemanden ein Foto (vor allem Unterwegs) in die Hand zu drücken, für Kinder ist es natürlich lustig das Foto wo ein- bzw. aufzukleben. Oder wie ich es mache, in mein Bullet Journal mal einfach dazwischen ein Erinnerungsfoto einkleben. Damit wird der Terminkalender/Notizbuch auch zu einem Erinnerungsalbum. Aber auch beruflich kann es ebenso durchaus Sinn machen, wenn man z. B. Server verkabelt und eine gewisse Verkabelung notieren möchte. Einfach mit dem Smartphone abfotografieren, mit dem kleinen Drucker ausdrucken und zu den Notizen kleben.

So, kommen wir zu den Nachteilen des Druckers. Die sind überschaubar, aber nicht unwesentlich. Der Preis pro Foto, wenn man die 50er Papierschachtel nimmt, kommt auf ca. 50 Cent pro Foto. Das ist zwar kein Vermögen, immerhin kostet ein Polaroid Foto ca. 2 Euro, aber es ist auch nicht so günstig wie 10 x 15 cm entwickeln zu lassen. Selbst die Canon Selphy Fotos sind günstiger. Allerdings geht es hier auch nicht um Massenfotos.
Was viel schlimmer ist, ist die Akkuleistung. Die reicht für ca. 10 Fotos. Also 10 sind sich bisher immer ausgegangen, dann druckt man allerdings schon im roten Bereich. Irgendwo im Netz habe ich einmal etwas von 20 Fotos gelesen, das geht sich allerdings meiner Erfahrung nach nicht aus. Daher, so leicht der Drucker auch sein mag (160g), wer mehr drucken will, sollte eine Powerbank mitnehmen (die sind meist schwerer). Aus meiner Sicht hätte der Drucker auch gerne ein paar Gramm mehr haben können und einen Akku mit mehr Leistung. Ebenso könnte er etwas schneller laden.
Ein weiteres Problem, das ich bei manchen Fotos im Kacheldruck hatte war, das die Farben an den Kanten anders waren und das Foto nicht zusammengepasst hat. Allerdings nicht bei jedem Foto. Ebenso hat der Drucker sich leicht verrechnet, womit die Fotos (4er Kachel) leicht versetzt waren. Das ist mir allerdings bei den Fliesen aufgefallen, da es sich aber um kein Präzisionsgerät handelt und eher, als Spaßdrucker zu betrachten ist, sehe ich das nicht ganz so eng. Ich habe es ausprobiert, ich sehe aber keinen Grund ein 4er Kachel Foto (10 x 15 cm) mit diesem Drucker zu drucken. Das 9er Kachelfoto habe ich noch nicht probiert. Die Druckgeschwindigkeit ist übrigens auch nicht überragend, aber auch nicht so schlimm, dass es der Rede wert wäre. Interessant ist vielleicht noch, je mehr Fotos man ausdruckt, desto langsamer wird der Drucker, was ich auf die Wärmeentwicklung zurückführe. Da es sich um einen Thermodrucker handelt (zumindest irgendwie auf der Basis), darf vielleicht die Temperatur nicht zu hoch liegen damit die Farben noch halbwegs „echt“ bleiben. Farbecht würde ich den Druck nicht bezeichnen.

Wer sich generell für solche Zink Drucker interessiert, sollte sich auch die Qualitätsunterschiede anschauen. Hier liefern die verschiedenen Hersteller unterschiedliche Ergebnisse bei eigentlich gleichem Papierverfahren. Zum aktuellen Zeitpunkt war Canon für mich die interessanteste Lösung. Die Wahl fiel zwischen HP und Canon, HP hat mehr Blautöne, Canon geht hier mehr ins wärmere (gelblicher), weswegen ich mich für das „freundlichere“ Bild entschieden habe.

Fazit:
Ein Drucker, der Spaß macht, den man nicht zu ernst nehmen darf. Die Qualität stimmt, der Spaßfaktor ist wie auch bei allem, was man den Menschen um sich gleich in die Hand drücken kann, hoch. Einziger Schwachpunkt, der mich persönlich trifft ist die geringe Akkuleistung. Die Spielereien wie Rahmen usw. sind für mich nicht notwendig, schaden aber definitiv nicht und es gibt auch dafür eine Zielgruppe. Mit ca. 100 Euro ist der Drucker auch nicht sonderlich teuer.

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