Project 52 (Equipment)

Im Grunde ist es nicht so wichtig, womit ein Foto gemacht wird, viel wichtiger ist, was es aussagt. Dennoch interessiert es vermutlich den einen oder anderen. Ich werde auf alle Fälle zu den Fotos dazu schreiben, womit ich das Foto gemacht habe. Ebenso werde ich informieren, wenn sich beim Equipment etwas ändert. Was zum Einsatz kommt, hängt einfach davon ab, was ich gerade dabei habe, sofern es nicht geplant war.

  • Honor 10 Smartphone
  • Fuji XQ2 Kompaktkamera
  • Fuji X-T2
  • Retro-Kamera (Lomography)
  • 2x Polaroid Originals OneStep+ (Color und B&W Film)

Für die Fuji X-T2 Kamera gibt es noch ein paar Objektive, manche sind original, manche sind von Fremdherstellern mit manuellen Fokus.

  • FujiFilm Fujinon XF 35mm f1.4
  • FujiFilm Fujinon XF 16-55mm f2.8
  • FujiFilm Fujinon XF 50-140mm f2.8
  • Neewer 28mm f2.8
  • KamLan 50mm f1.1
  • Helios Zenit 44M-4 58mm f2.0 M42-Bajonett mit Adapter auf Fuji-X-Bajonett
  • Fuji Instax Drucker (Mini und Square, könnten ggf. auch eine Rolle spielen)

Wie gesagt, was zum Einsatz kommt, hängt einfach davon ab, was ich gerade bei der Hand habe oder geplant habe. Auch mit einem Smartphone kann man tolle Fotos machen, immerhin hat man dieses fast immer bei der Hand.

Polaroid Originals OneStep+ Testbilder

Ich habe den ersten Film für Testbilder benutzt, wobei das natürlich generell noch nicht reicht. Es wird noch ein paar Filme brauchen bis ich die Polaroid irgendwie halbwegs einschätzen kann. Vor allem was den Blitz angeht, wann brauche ich die Belichtungswerte korrigiert (+/-) und wann nicht?
Was ich aber auf alle Fälle sagen kann, der Film ist unberechenbar. Sowohl von den Farben als auch hinsichtlich Fehler, die im Film entstehen.

Das letzt Bild ist vom zweiten Film, ich wollte nur ein weiteres hinzufügen, da das Bild der Kamera nicht sonderlich spannend ist, wobei die anderen Testfotos auch nicht unbedingt besonders sind. Aber man kann gut erkennen, was in etwa bei Polaroid rauskommen kann.

Blitz, Innenraum


Blitz, Innenraum, Doppelbelichtung


Blitz +, Innenraum


Blitz +, Innenraum, Porträt Brennweite


Blitz +, Innenraum


Blitz, Innenraum


Außen mit Blitz

Mit Blitz, Einkaufscenter innen


Blitz, Innenraum (1. Bild, zweiter Film)

Project 52 (Prolog)

Höchsten Respekt an all jene, die es Schaffen jeden Tag ein Foto zu machen und sich damit Project 365 anzunehmen. Manche schaffen es wirklich jeden Tag Fotos umzusetzen, die für andere, wie auch mich, ein Projekt sind. Wer das Glück hat, die Zeit zu haben, sich jeden Tag intenssiv mit der Fotografie zu beschäftigen, dem es Glücklich macht, der sollte das auch tun.

Ich für meinen Fall habe diese Zeit nicht. Ich bin schon 2015 mit dem Project 52 gescheitert. Warum? Ich wollte jede Woche ein tolles Foto umsetzen und habe gemerkt, ich schaffe es nicht. Mal war es mir aus beruflichen Gründen nicht möglich, mal waren es zu viele private Termine, natürlich hatte ich auch dazwischen überhaupt keine Ideen und so habe ich schon nach ein paar Wochen, ich glaube es waren fünf, aufgegeben.

Ich würde es also gerne jetzt, fünf Jahre später, nochmals mit Project 52 probieren. Ich erwarte mir nicht, dass ich in den 52 Wochen tolle Fotos mache. Darin sehe ich für mich persönlich nicht den Zweck. Vielmehr möchte ich an meiner eigenen Entwicklung arbeiten. Emotionen zu Fotos bzw. das Gesehene, dass mich emotional bewegt auf den Film oder Sensor bannen. Ich möchte wieder das Sehen lernen, oder vielmehr, erweitern. Durch die Fotografie sehe ich oft Dinge, die anderen in meinem Umfeld gar nicht wahrnehmen. Ich denke, ich kann das noch besser. Vor allem sollte ich lernen zu reagieren, wenn ich etwas sehe, die Kamera in die Hand nehmen und auf den Auslöser drücken und nicht zögern und damit den Moment verstreichen lassen. Reagieren, wie ich es bei den Hochzeiten immer gemacht habe.

Ich betrachte es also als das, was es ist, ein Projekt. Mal sehen, was dabei rauskommt. Vielleicht lerne ich in den 52 Wochen nicht viel, aber definitiv mehr, als wenn ich gar nicht erst fotografiere.

Wann starte ich mit dem Projekt? Es bietet sich an, mit dem 10. Februar 2020 zu beginnen, jeden Sonntag, also das erste Mal am 16. Februar, ein Foto posten. Und wenn mir nichts anderes übrig bleibt, als mein Abendessen zu fotografieren, dann wird das mein Wochenfoto. Zumindest bleibt damit das Projekt bestehen.

Polaroid Kameratasche

Eigentlich gibt es nicht so viel zu dieser Tasche zu erzählen. Es handelt sich um das Model in Weiß, genannt Camera box Bag-White (Item No.: 004757). Die Tasche hat einen verstellbaren Gurt, ein Fach an der Rückseite und in der Innenseite ein „Trennwand“ die vollkommen unflexibel ist. Oben ist noch ein Band um die Tasche an der Oberseite zuzuziehen. Zugemacht wird die Tasche über einen einfachen Magnetverschluss. Kurzum, hätte ich das gewusst, wären die Wahl auf die schwarze Tasche gefallen, die zwar etwas teurer ist, aber wesentlich mehr Möglichkeiten zum Verstauen bietet. Leider werden die Daten zu diesen beiden Taschen gleich angegeben, sie sind allerdings wirklich verschieden. Das kann man schon an den Bildern zu den Taschen erkennen.

Einfach mal die Bilder betrachten, als einfache Tasche, mit zwei Filme oder einen Film und ein Filter-Set (darüber werde ich auch noch berichten) reicht es. Für mehr allerdings schon nicht mehr. Daher empfehle ich, sich auch die schwarze Tasche anzuschauen, diese unterscheidet sich von der weißen Tasche und bietet mehr Fächer. Die weiße Tasche ist zwar Schick, allerdings wie so oft im Leben, ist Schönheit nicht das Wichtigste.

Polaroid Problem und die Lösung

Mit der Polaroid habe ich ein kleines Problem. Während der Farbfilm sich in der Kamera zum Testen befindet, möchte ich eigentlich schon gerne den Schwarz & Weiß Film benutzen. Das ist beim Testen vielleicht noch nicht so schlimm, wenn man aber den Film wirtschaftlich nutzen möchte, steht man vor einem Problem. Da die Filme nicht gerade günstig sind, musste also eine Lösung her. Und diese lautete: Eine zweite Kamera kaufen. Bei dem aktuellen günstigen Preis sah ich darin dann auch kein Problem.

Bei zwei Polaroid Kameras die zwei verschiedene Filme eingeschoben haben, die man von außen nicht erkennen kann, muss also ebenfalls eine Lösung her. Ich habe einfach die Kameras unten mit einem P-Touch mit Color und B&W beschriftet.

Das wiederum hilft aber nichts, wenn man mit beiden unterwegs ist und schnell zur richtigen Kamera mit dem entsprechenden Film greifen möchte. Auch hierfür bietet Polaroid eine Lösung, diese nennt sich Camera Strap Round. Ich habe mir zwei Verschiedene bestellt. Einen gelben Gurt für die B&W Kamera, einen roten Gurt für die Color Kamera.

Wie heißt es so schön: „Es gibt keine Probleme, nur Lösungen.“ – trifft es zumindest hier ganz gut.

 

Retro-Kamera – auf ein neues!

Nachdem ich das mit den Fotos großteils beim letzten Film verhaut habe, werde ich mich mit der Retro-Kamera ins Freie begeben und den nächsten Film dort belichten. Zwei Filme habe ich am Start, ich lass mich wieder überraschen. Diesmal dauert es hoffentlich nicht ein Jahr, bis ein Film voll ist.

Retro-Kamera

Ich habe eine selbst gebaute kleine Kamera. Es handelt sich dabei um einen Bausatz von Franzis „Die Franzis Retro-Kamera zum Selberbauen“ und  das Ergebnis ist wie nicht anders zu erwarten, die Qualität einer Lomography-Kamera. Ich hatte mal ein Holga Objektiv für meine damalige Nikon (D300s, D700), ein Kunststoff-Objektiv. Die Retro-Kamera ist vom Ergebnis ähnlich, allerdings sogar etwas besser.

Als Film kam ein Ilford HP5 Plus (35mm) zum Einsatz.

Nun zum Problem. Ich habe viele Fotos im Inneren der Wohnung gemacht, dort reicht das Licht bei Weitem nicht, somit sind mir nur ein paar wenige Bilder draußen geblieben und natürlich habe ich da auch nicht richtig scharf gestellt. Darauf habe ich fast immer vergessen, da ich mit der Mattscheibe beschäftigt war, dem Kasterl an sich, dem Vordrehen des Films, etc. – kurzum, irgendwo war ich mit dem Ganzen irgendwie überfordert und habe mir zu wenig Zeit dafür genommen. Die nächsten zwei Filmrollen sind bestellt, mal Sehen, was ich damit noch zustande bringe. Die Fotografie, mit der Retro-Kamera, ist beim Ergebnis für mich ein wenig wie der Inhalt einer Wundertüte, ich habe keine Ahnung, was mich erwartet. Vor allem wenn der Film wie hier, 1 Jahr in der Kamera war. Gut das ich nicht weiß, was alles nichts geworden ist.

Auf alle Fälle werde ich meine nächsten Fotos nach draußen verlegen und ich lass mich mal überraschen, was von meinen experimentellen Fotos überhaupt etwas wird. Im dritten Film (dies war der Erste), werde ich versuchen die Kamera gezielter einzusetzen.

Und ob ihr es glaubt oder nicht, ich mag dieses Foto (eines von sechs). Meine Lebensgefährtin und mein kleiner Sohn im Sommer 2019.

Die Franzis Retro Kamera gibt es auf Amazon. Es handelt sich um KEINEN Affiliate Link. Die Kamera wurde nicht gesponsert.

Sofortbilderformate im Vergleich

Ich möchte mit den Bildern zeigen wie sich die drei Formate (Fuji Instax Mini und Square, Polaroid) in der Größe unterscheiden.

Es gibt natürlich noch mehrere Sofortbildformate, zu den aktuell gängigen Formaten gehört eigentlich noch das Fuji Instax Wide Format, allerdings besitze ich keine Kamera in diesem Format. Die beiden Instax Fotos sind übrigens mit den Druckern von Fuji gedruckt worden und wurden ursprünglich mit Nikon Kameras aufgenommen.

Fuji Instax Mini Format
Fuji Instax Square Format
Polaroid Format

Ein paar Informationen zu den Fotos. Das erste Bild ist von einer Bekannten, Irene. Sie hat sich als Schmink Modell für Auszubildende der Make-up Artist Schule Gianni Colores zur Verfügung gestellt. Im Anschluss haben wir dann Fotos gemacht.

Das zweite Bild ist, wie fast jeder erkennen kann, Quentin Tarantino. Und auch wenn schon der eine oder andere meinte: „Das Foto ist aber nicht von Dir.“ – doch. Allerdings ist er mir hier nicht in lebender Form erschienen, sondern als Wachsfigur im Madam Tussaudas Wachsfigurenkabinett in Wien. Ich habe das Foto lediglich so bearbeitet, das es alt aussieht und man so wenig wie möglich erkennt das es sich um eine Wachsfigur handelt.

Das letzt Bild ist ein aktuelles Bild (01/2020) von meinem kleinen Sohn wie er gerade auf der Ukulele im Wohnzimmer, bei Kunstlicht spielt. Es ist eines der Testbilder mit der Polaroid Originals OneStep+, wo ich die Bilder noch vorstellen werde. Es handelt sich natürlich nicht um Shootings, sondern reine Testfotos.

Informationen zur Polaroid Originals OneStep+

Hinweis – Die hier angeführten Informationen können sich noch leicht ändern durch persönliche Erfahrungen, wie z.B. die Akku-Leistung für 15-20 Filmkassetten (Herstellerangaben aus dem Handbuch).

Ich möchte an dieser Stelle ein wenig über die Polaroid Originals OneStep+ Kamera schreiben. Bei meiner Recherche habe ich mir einiges notiert und dann festgestellt das hier teilse falsche Informationen verbreitet werden. Dabei wäre es recht einfach, wenn man auch nur mal einen Blick in das Handbuch wirft oder die Informationen am Film ließt. Auch der Quick Start Guide ist fürs Erste hilfreich. Wie dem auch sei, hier eine Zusammenfassung dessen, was ich gefunden habe.

Die Geschichte zu Polaroid ist hier (Wikipedia) zu finden. Wichtig ist vielleicht zu wissen, dass die Marke Polaroid zuletzt von Impossible gekauft wurde und nun die überbleibenden und neuen Produkte als Polaroid Originals vertrieben werden. Impossible hat erst die Fabrik in den Niederlanden aufgekauft sowie 10 Maschinen für die Produktion des Sofortfilmes, später dann die Marke Polaroid. Kurz gesagt, für uns ein Glück, sonst könnten wir heute keine Polaroid Filme mehr kaufen bzw. neuere Kameras wie die OneStep+.

Was macht die Polaroid OneStep+ so besonders? Abgesehen davon das sie wie eine alte Polaroid funktioniert und der Bildstil nahezu wie damals ist, die Tatsache das sich die OneStep+ mit dem Smartphone per App verbinden lässt. Zwar werden die Fotos nicht auf Speicherkarte oder dem Smartphone gespeichert, aber die Verbindung via Bluetooth ermöglicht es unter anderem per Smartphone die Kamera auszulösen. Außerdem befindet sich der Akku in der Kamera und nicht wie bei den alten 600er Kameras im Film.

Technische Informationen

Beginnend mit den wichtigsten technischen Informationen zu der Kamera. Teils für den Kauf einer Tasche interessant, aber auch z.B. wegen dem Packen des Koffers für eine Reise.

  • Größe: Länge 150mm, Breite 111mm und Höhe 97mm
  • Gewicht: 493 Gramm ohne Film (mit Film ist vom Film abhängig, 600er Film hat z.B. eine Batterie verbaut)
  • Akku: Lithium-ionen Batterie mit 1100 mAh
  • Micro-USB Anschluss zum Aufladen
  • Objektiv: Standardbrennweite 103mm, Porträtbrennweite: 89mm
  • Sichtfeld: 41° vertikal, 40° horizontal
  • Stativgewinde an der Unterseite
  • Schlaufen für einen Gurt (in der Lieferung enthalten)

Lieferumgang:

  • Kamera
  • USB-Ladekabel
  • Kameragurt
  • Quickstart Guide
  • Handbuch (auch deutsch enthalten)
  • Polaroid Original Sticker

Weitere Informationen gibt es direkt auf der Polaroid Originals Homepage.

Ich empfehle, wie bei jedem anderen elektrischen Gerät oder Gerät mit Optik, wenn es aus der Kälte kommt (also auch beim ersten Auspacken), erst mal in der Wohnung/Raum klimatisieren lassen (1-2 Stunden) und dann auspacken. Ebenso wenn man im Winter im Freien fotografiert, dann erst mal die Kamera für die Zeit in der Tausche lassen, ehe man sie rausnimmt. So verhindert man das sich ggf. Kontenzwasser bildet, das kann für die Linsen vom Nachteil sein als auch natürlich für die Elektronik. Das steht zwar nicht im Handbuch, es bedarf aber wenig Hirnschmalz, um zu verstehen, das ein Schneller kalt warm (als auch umgekehrt) wechsel, eher ungesund ist für eine Kamera. Einfach daran denken wie sich Brillen verhalten, wenn man von der Kälte ins warme kommt.

Akku

Nach dem Auspacken empfiehlt der Hersteller (wie auch ich), die Kamera erst mal aufzuladen. Über ein Smartphoneladegerät oder entsprechenden Netzteil dauert das Aufladen ca. 2 Stunden (bei leerem Akku), über einen USB-Port auf dem Computer kann es bis zu 4 Stunden dauern. Das ist aber abhängig vom Computer/Notebook. Es gibt Geräte mit eigenen Ports zum Laden, bei neueren Geräten bekommt man generell mehr Leistung aus dem Port.
Die LED leuchtet so lange rot, bis der Akku der Kamera vollständig geladen ist. Dann erlischt die LED.

Eine volle Akkuladung reicht für 15-20 Filmkasetten (abhängig von Blitz, Bluetooth, Einzel- oder Doppelbelichtung, Langzeitbelichtung, etc.). Bei Langzeitbelichtungen wird der Akku vermutlich keine 15 Filmkasetten halten, wenn man Fotos mit je 30 Minuten oder gar länger, belichtet. Erfahrung habe ich damit allerdings keine (dafür hab ich mir die Kamera auch nicht gekauft).

Wenn der Blitz lädt, blinkt die LED (beim USB-Anschluss) grün. Wenn sie grün durchgehend leuchtet, hält der Akku noch für mindestens zwei Filmkassetten. Der Akku ist schwach, wenn die LED orange blinkt und leuchtet, der Akku reicht noch für ca. eine Filmkassette. Wird die LED rot, ist der Akku erschöpft und muss wieder geladen werden.

Eine weitere und genauere Überprüfung der Akkuleistung ist möglich, wenn man die Kamera ausschaltet, beim Einschalten die +-Taste gedrückt hält. Daraufhin zeigen die acht LEDs der Restbildanzeige (oben auf der Kamera zu sehen) den Akkustand an in 12,5 % Schritten. Leuchten noch 2 LEDs, ist noch eine Restleistung von 25% vorhanden.

Film(e)

Zum Film gibt es folgende Informationen:

  • Farbfilm:
    • ASA 640
    • Entwicklungszeit: 10-15min
    • Umdrehen nach dem Entwickeln/Auslösen für mind. 6 Minuten
    • Am besten im Kühlschrank lagern.
  • SchwarzWeiß-Film:
    • ASA640
    • Entwicklungszeit: 5-10 Minuten
    • Umdrehen nach dem Entwickeln/Auslösen für mind. 1 Minute
    • Am besten im Kühlschrank lagern

Zwischen den i-Type und den 600er Film dürfte es, soweit ich das bisher beurteilen kann, keine Unterschiede geben. Der Unterschied ist lediglich das im 600er Film eine Batterie eingebaut ist, die für die älteren Kameras notwendig ist, da dieser den Strom liefert damit der Film aus der Kamera kommt. Der Umwelt zuliebe sollte man daher die i-Type Filme kaufen, wenn man nicht eine ältere Polaroid Kamera nutzt. Es ist aber möglich beide Typen von Filmen in der OneStep+ bzw. OneStep 2 Kamera zu benutzen. Die i-Type Filme sind nicht für ältere (Vintage) Kameras nutzbar.

Der richtig Umgang mit dem Film ist übrigens wichtig, da dadurch die Qualität der Ergebnisse beeinflusst werden. Laut einigen Berichten, die ich gelesen habe, werden die Filme nicht immer richtig in den Geschäften gelagert. So habe ich Fotos gesehen wie sie bei den großen Ketten einfach im Regal hängen, anstatt sie in einem Kühlschrank zu lagern. Amazon wird das auch nachgesagt, habe aber darüber keine Informationen. Beim kleinen Fotohändler bezahlt man etwas mehr, dafür könnte dieser einen Kühlschrank dafür zur Verfügung haben (oder direkt bei Polaroid Originals auf der Homepage kaufen). Ich würde Empfehlen die Filme für den Sommer dann zu kaufen, wenn es noch entsprechend kühl ist und die Sonne nicht die Autos aufheizen.

Zu Hause sollte man den Film im Kühlschrank lagern, vor Gebrauch auf Zimmertemperatur bringen. Der Film sollte nicht in der Sonne liegen, was ebenso gilt, wenn der Film in der Kamera eingelegt ist, dies führt zu stärkeren Veränderungen bei den Filmen. Im Sommer werden die Bilder gelblicher, im Winter bei Kälte grünlicher. Generell ist es aber so, bei Polaroid weiß man so oder so nicht genau was rauskommt. Ein Foto unter gleichen Bedingungen und gleichem Licht, wird in der Regel dennoch nicht gleich von der Farbtemperatur sein. Für mich macht genau das Polaroid aus.

Das Einlegen des Films ist einfach, vorne unten an der Kamera befindet sich eine Filmklappe, die man mit dem Entriegelungshebel (diesen nach rechts schieben) öffnen kann. Die Filmkassette mit der Darkside/Lichtschutz nach oben in die Kamera schieben. Danach die Klappe schließen und ein Filmdeckblatt kommt automatisch aus der Kamera. Sollte das nicht passieren, den Film nochmals einlegen und bis nach hinten in die Kamera schieben.

Wenn der Auslöser gedruckt wurde und der Film aus der Kamera kommt, beginnt sogleich die Entwicklung des Bildes. Das Bild hinter der Folie vornehmen, die Folie schnalzt zurück in die Kamera, das Bild sofort umdrehen (weg vom Licht) und im Dunkeln entwickeln lassen (Hosentasche, Kameratasche, verkehrt auf den Tisch, …). Wenn es heiß ist, von der Wärme abschotten, wenn es kalt ist vor der Kälte. Je nachdem ist die Tasche oder die Brust- oder Hosentasche eben besser geeignet. Die Dauer der Entwicklung ist, wie schon oben bei den Daten, vom Film abhängig. Steht aber auf der Packung. Die wichtigste Phase sind aber die ersten 1 (SchwarzWeiß) bzw. 6 Minuten (Farbe), je nach Film. Ich selbst lasse, wenn möglich, die Filme über einen längeren Zeitraum im dunkeln. Mir ist aufgefallen, dass die tatsächliche Entwicklungszeit länger dauert, was aber auch wieder vom eingelegten Film abhängig ist.

Übrigens ist der Film im Schnitt 12 Monate haltbar, auf dem Film steht das Produktionsdatum. Das soll nicht heißen das der Film dann defekt ist, es kann nur zu Fehlern kommen (Farben, Flecken. etc.), wie auch bei einer falscher Lagerung. Das kann ggf. auch einen gewissen Flair ausmachen, gibt dem Bild noch etwas mehr Charakter.

Übrigens, die Filme, vor allem von der 600er Serie, gibt es auch mit verschiedenen Rahmen mit unterschiedlichen Motiven und Farben. Die sind in der Regel etwas Teurer.

Oben an der Kamera befinden sich 8 LEDs, welche die noch vorhandenen Filme hhnand der LEDs anzeigen. Leuchten fünf LEDs, können noch fünf Fotos mit der Filmkassette gemacht werden.

Zum Film möchte ich noch sagen, ich weiß nicht ob es einen Nachbau gibt, aber ich würde dazu raten auf die original Polaroid 600er bzw. i-Type Filme zu setzen. Nicht weil sie vielleicht eine bessere Qualität haben oder hätten, sondern vielmehr um den Fortbestand von Polaroid zu sichern.

Auslöser

Ein Foto macht man, wie bei fast allen Kameras, mit dem Auslöser. Das ist die rote Taste an der Vorderseite der Kamera auf der (von vorne gesehen) linken Seite. Wird der Auslöser gedrückt und man lässt ihn los, wird der Verschluss geöffnet, der Film belichtet und danach das Bild ausgeworfen, wird auch Entwickeln genannt, da sobald der Film belichtet wird, der chemische Prozess sogleich startet.

Drückt man an der Front 2x die +-Taste (leuchtet dann durchgehend orange), wird der Selbstauslöser eingestellt. Drückt man anschließend auf den Auslöser (blinkt die +-LED dann orange), wird nach 8 Sekunden der Verschluss geöffnet, sprich der Auslöser aktiviert.
Bei sonnigen Bedingungen wird der Countdown auch durch kurze, schwache Blitze angezeigt.

Beim Selbstauslöser ist der Blitz immer automatisch aktiviert. Um ihn zu deaktivieren, muss beim Drücken des Auslösers die Blitzunterdrückungstaste mit gehalten werden.

Sucher

Der Sucher ist rechts, etwas höher, neben dem Objektiv. Dies ist vor allem bei Fotos bis zu einer Objektentferung von 1.2 Meter wegen des Bildausschnitts zu beachten.

Objektiv/Brennweite

Die Polaroid OneStep+ ist mit zwei Brennweiten ausgestattet (oben an der Kamera den roten Hebel umlegen).
Ist der Hebel nach links umgelegt, handelt es sich um die Standardbrennweite von 103mm welche sich für eine Entfernung von 1,3 Meter bis unendlich eignet, bzw. für Porträts in einer Entfernung von 1,3 bis 2,2 Meter.
Liegt der Hebel rechts, dann wird von der Porträtbrennweite von 89mm gesprochen, welche sich für eine Entfernung zwischen 0,6 – 0,9 Meter eignet.
In den genannten Entfernungen für Porträts gibt es auch eine Tiefenunschärfe, sprich der Hintergrund hebt sich von dem zu fotografierenden Objekt ab.

Blitz

Der Blitz ist immer aktiv und sollte auch immer verwendet werden, ausgenommen bei direkter Sonne bzw. einer entsprechenden Lichtquelle. Mit der Blitzunterdrückungstaste kann ohne Blitz belichtet werden. Diese befindet sich auf der Höhe der Auslösetaste, auf der Fotografen zugewandten Seite unter dem Micro-USB Anschluss.

Der Blitz „gleicht“ das gelbliche Licht in Innenräume aus. Bei direkter Sonne soll die Sonne hinter dem Fotografen sein, also direkt auf das Objekt scheinen. Das ist bei Porträts von Personen eher unvorteilhaft, da diese die Augen zusammenkneifen. Entweder wird es ein Foto mit einer Sonnenbrille oder man wechselt den Standort an ein schattiges Plätzchen, zumindest für das Modell.

Um ein Bild heller oder dunkler mit dem Blitz zu belichten, kann an der Vorderseite unter dem Okular, der Schalter auf +, also heller, mitte normal/neutral und – dunkler einstellen.

App

Um die Kamera mit dem Smartphone zu koppeln, 1x an der vorderen Seite der Kamera auf die +-Taste drücken und im Smartphone die App für die OneStep+ öffnen. Kamera und Smartphone koppeln sich somit ohne große Probleme. Wenn mehrere Kameras in der Nähe sind, könnte das unter Umständen blöd werden. Ich denke aber so viele OneStep+ Polaroid Junkies wird es unterwegs nicht geben, ausgenommen auf einer Fotosafari mit Polaroid Original Kameras 🙂

Will man die Kamera neu koppeln, muss am Smartphone das Bluetooth deaktiviert werden, die +-Taste an der Kamera 3 Sekunden lang gedrückt halten. Die +-LED blinkt dann wieder und erneut bereit zum Koppeln.

Die App Polaroid Originals hat folgende Funktionen für die Kamera:

  • Remote Auslöser
  • Selbstauslöser zwischen 1 und 12 Sekunden
  • Porträt
  • Doppelbelichtung
  • Lichtmalerei
  • Geräuschauslöser (Pegel einstellbar)
  • Manueller Modus

Sicher brauchbar ist der Remote Auslöser, der Selbstauslöser, die Doppelbelichtung und wer etwas kreativer sein möchte, der manuelle Modus bei welchem die Belichtungszeit (bulb, 30 Sekunden bis 1/125), die Blende (f12-64), den Blitz (Aus, 1/16 bis volle Leistung) und den Auswurf einstellen.

Darüber hinaus gibt es noch eine App mit der man die entwickelten Polaroids „Scannen“ kann. Heißt nichts anderes, als das man ein Foto mit dem Smartphone davon macht, über die App, die App den Rahmen erkennen soll und dann das Bild digitalisiert auf dem Smartphone landet.
Bei meinem Test hat das eher weniger gut funktioniert. Bis die Kamera den Rahmen als grün anzeigt, dauert es sehr lange, ist auch sehr abhängig vom Hintergrund. Aber selbst bei einem schwarzen Hintergrund hat es schlecht funktioniert. Darüber hinaus sieht man alle Lichtreflexe auf dem Bild, da die Fotos an der Oberfläche spiegeln. Ist eine Lösung für unterwegs oder wenn man keine andere Möglichkeit hat, aber ich für meinen Teil werde die Bilder einfach mit dem Scanner scannen. Ansonsten kann man sich seine Scans anschauen, Inspirationen holen, wobei man im Netz wesentlich mehr findet.

Rolle reinigen

Die Transportrolle für den Film kann verschmutzt werden, irgendwo hab ich gelesen oder gehört das  laut Polaroid alle 2-3 Filmkassetten die Rolle reinigen soll. Andere meinten alle 10-20 Filme. Ich habe dafür noch keinen Richtwert, sehe das mit alle 2-3 Filme als OK an. Je nachdem, wenn ich gerade unterwegs bin und tatsächlich 3 oder 4 Filme verknipse, dann werde ich, wenn nicht notwendig, die Rolle auch nicht reinigen. Ansonsten sehe ich darin kein Problem.

Wann muss man die Rolle reinigen? Ich habe aktuell noch kein Beispiel dafür, wenn es soweit werde ich es hier einfügen. Es ist so das Streifen und Fehler im Bild entstehen. Da die Filmpreise hoch sind, würde ich sagen, lohnt sich ein regelmäßiges Reinigen auf alle Fälle.

Wie das geht, steht im Handbuch oder einfach hier:

  • Kamera ausschalten
  • Filmkasettenklappe öffnen
  • Bildunterdrückungstaste halten und den Auslöser drücken
  • Kamera wechselt in den Walzenreinigungsmodus
  • Die Walzen mit einem feuchten Tuch oder mit einem Wattestäbchen reinigen
  • Den Auslöser betätigen um die Walze weiter zu drehen
  • Saubere Filmklappe schließen
  • Die Walzen kehren automatisch in die korrekte Position zurück

Ich hoffe, ich konnte mit dieser Zusammenfassung einen kleinen Einblick geben. Mein Ziel wäre diese Zusammenfassung mit eigenen Erfahrungen zu ergänzen. Dieses Dokument wurde am 26.01.2010 das letzte Mal bearbeitet.