Die drei Fragen aus dem Buch "Psychologie der Fotografie"

14, Februar, 2026 - Lesezeit: 2 Minuten

Ich habe letztes Jahr — noch bevor der Blog oder die Webseite überhaupt existierten — das Buch Psychologie der Fotografie: Kopf oder Bauch? von Sven Barnow aus dem dpunkt.verlag gelesen und dort drei Fragen für mich beantwortet. Diese Antworten findest du hier (PDF).

Gestern habe ich mir diese Fragen und die Antworten noch einmal durchgelesen, um zu sehen, ob sich meine Sichtweise inzwischen verändert hat. Eigentlich nicht. Was sich jedoch vielleicht leicht gewandelt hat, ist meine emotionale Verbindung zum eigenen Bild.

Wenn ich mir viele meiner favorisierten Fotos ansehe, lösen sie — besonders in Schwarz-Weiß — ein Gefühl in mir aus, das ich noch gar nicht richtig in Worte fassen kann. Es berührt mich auf eine sehr direkte Weise (klingt vielleicht etwas seltsam, ich weiß). Ich spüre es fast körperlich, als würde es durch meine Adern fließen. Ich liebe es, diese Bilder zu betrachten, würde sie am liebsten groß ausdrucken und überall in meinem Umfeld aufhängen.

Das Interessante daran ist: Es geht dabei gar nicht darum, dass ich diese Fotos selbst gemacht habe. Es ist vielmehr das Bild selbst, das mich berührt. Und dieses Gefühl habe ich nicht nur bei meinen eigenen Arbeiten. Es gibt Fotos anderer Fotografen, bei denen ich einfach nur denke: „Genial!“ — genau solche Bilder möchte ich auch schaffen. Dabei ist es nicht nur das Motiv, sondern auch die Farbstimmungen, die Grautöne, die gesamte Atmosphäre, die mich fasziniert.

Im vergangenen Jahr habe ich viel Street fotografiert und natürlich alles festgehalten, was sonst so dazugehört — beispielsweise Reisen und Urlaube. Ein Bereich, der in diesem Artikel zwar erwähnt wird, bei mir aber bislang noch fehlt, ist die Porträtfotografie. Erst gestern habe ich wieder intensiv darüber nachgedacht und begonnen, mich mit Lichtsetzung und Equipment zu beschäftigen.

Mein Ziel ist es, eine kleine Serie von Porträts zu realisieren — inklusive eines Selbstporträts, das mir schon seit längerer Zeit im Kopf herumspukt.