Voigtländer Nokton 35mm f1.2 für Fuji X

Voigtländer kenne ich schon länger und wusste um deren manuelle Objektive. Ich fand sie jedoch immer zu teuer, da man für das gleiche Geld auch Objektive mit Autofokus bekommt.

Als ich zu FujiFilm gewechselt bin (2014 - X-T1), wurden mir die Haptik, die Einstellräder, der Blendenring und der Look immer wichtiger. Vor allem hat mich Fuji damals mit seiner Qualität überrascht – sowohl bei den Bildern als auch bei der Verarbeitung. Dank APS-C waren sowohl die Kamera als auch die Objektive kleiner.

Durch das Fokus-Peaking wurde auch das manuelle Fokussieren interessanter, ich habe es aber dennoch nur selten verwendet. Ich besitze zwar M-Objektive, aber diese sind wegen ihrer Brennweite weniger alltagstauglich. Die russischen Zenit-Objektive haben jeweils 56 mm, sind wegen des Crops dann bei ca. 85 mm, und das Kamlan 50 mm f1.1 liegt bei 75 mm. Ich mag diese Objektive vor allem bei Schwarz-Weiß-Fotos.

Vorgestern, als ich wieder einmal mit der Kamera durch die Stadt spaziert bin, dachte ich mir: Irgendwie könnte ich das Ganze noch einmal etwas entschleunigen – mit einem M-Objektiv. Mir kam dabei wieder Voigtländer in den Sinn, womit ich schon länger spekuliere, auch wenn ich mir an sich immer andere Objektive vorher zulegen wollte. Wie z. B. die erst kürzlich von Fuji gekauften 23/35/50mm-F2-Objektive, die super zur X-E5 passen.

Vorgestern habe ich mir dann ein Voigtländer Nokton 35mm f1.2 bestellt, das heute angekommen ist. Voigtländer war, wie ich erst seit gestern weiß, ursprünglich ein österreichisches Unternehmen, das 1756 in Wien gegründet wurde. Seit 1982 ist es eine Handelsmarke für Festbrennweiten, und seit 2001 befindet sich der Firmensitz in Bayern (Fürth). Auch wenn es heute kein österreichisches Unternehmen mehr ist und die Objektive in Japan produziert werden (was ich auch gut finde), finde ich es dennoch spannend, dass Voigtländer ursprünglich aus meinem Heimatland und meiner Heimatstadt stammt.

Ich habe das Objektiv übrigens bei Foto Schneider in Baden gekauft, wo es aktuell eine Sommeraktion gibt. Der Versand ging schnell, es gab keine Kontaktaufnahme oder Vorankündigung.

Wie toll das Objektiv nun im Alltag ist und wie ich mich damit auf der Straße tun werde, werde ich in einem anderen Beitrag berichten. Ich glaube, ich werde eine eigene Serie mit dem Voigtländer starten, ggf. ein eigenes Fotobuch, weil ich denke, dass die Bilder einfach anders werden – vor allem weicher – und somit nicht zu denen der Fuji-Objektive passen. Meine ersten Out-of-Cam-Aufnahmen sind unter dem Text zu finden.

Aufgenommen mit dem iPhon 17 Pro Max und der Leica App

Voigtlaender bei Blende f1.2 - softer, weniger Kontrast

Voigtländer bei f2.8 - schärfer, mehr Kontrast

Ausrüstung fujifilm voigtänder objektiv

Meine FujiFilm Film Rezepte (0.20)

Ich habe meine Fujifilm-Film-Rezepte aktualisiert und um zwei Rezepte erweitert (Daily Portra und Hazy Chrome). Ihr könnt sie HIER als PDF-Dokument herunterladen. Mir gefällt der Look sehr gut, allerdings habe ich sie bisher nur kurz ausprobiert. Beispielbilder folgen demnächst.

Howtos FujiFilm film-rezepte X-T5 X-E5 X-H2

Smallrig Thumb Grip für die Fuji X-E5

Passend zu meinem Holzgriff für die Fuji X-E5 habe ich mir nun zusätzlich einen Daumengriff bestellt, der am Blitzschuh befestigt wird. Ein Punkt, den ich nicht optimal finde: Der Zugriff auf das Belichtungskorrekturrad ist dadurch eingeschränkt – man kommt leider nicht mehr so gut heran.

Abgesehen davon lässt sich die Kamera so zwar leichter mit einer Hand halten, es geht aber auch ohne. Im Lieferumfang war zudem ein kleiner roter Auslöse-Button zum Aufschrauben. Das ist an sich praktisch, birgt aber ein Risiko: Da ich die Kamera oft im Rucksack oder in der Jackentasche verstaue, kann man damit leicht hängen bleiben. Das ist auf Dauer sicher nicht gesund für die Mechanik des Auslösers.

Passform und Materialschutz

Was mir noch aufgefallen ist: Der Daumengriff liegt nicht direkt am Gehäuse an. Das wäre an sich nicht tragisch, doch unter Belastung biegt er sich so weit, dass er den Body berührt. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis er sich durch den Lack scheuert.

Eigentlich widerstrebt es mir, ein solches Produkt einzusetzen, da ich auf mein Equipment sehr aufpasse. Im Fall der X-E5 nehme ich das jedoch in Kauf – vermutlich wird sie ohnehin einen gewissen "Used-Look-Charme" entwickeln, da ich sie fast immer dabei habe. Gekauft habe ich das Zubehör übrigens bei Amazon; es ist sowohl in Schwarz als auch in Silber erhältlich. Den Beitrag über den Tilta Holzgriff findest du hier.

Der Gewichts-Check

Hier mal eine Übersicht, wie sich das Zubehör auf das Gesamtgewicht auswirkt:

Konfiguration Gewicht
Fuji X-E5 (inkl. 27mm f/2.8 WR Pancake, Deckel, Sonnenblende, Akku, SD-Karte, Displayschutz & Blitzschuhschutz) 542,0 g
Mit dem Smallrig Thump Grip 547,0 g
Mit dem Tilta Holzgriff 586,5 g
Vollausstattung (Tilta Holzgriff, Smallrig Thump Grup und Auslöse-Button) 592,5 g

Fazit: Mit Holz- und Daumengriff wiegt die Kamera etwa 50 Gramm mehr. Das klingt nach wenig, ist meiner Meinung nach aber spürbar. Dafür sieht die Kamera für mich individueller aus und liegt – besonders bei größeren, schwereren Objektiven – deutlich besser in der Hand.

Rezensionen FujiFilm X-E5 Rezension

Tilta Holzgriff für die FujiFilm X-E5

Meine FujiFilm X-E5 ist die Kamera, die ich eigentlich so gut wie immer mitnehme. Mein Ziel war eine kleine Kamera mit Sucher und der Möglichkeit, Objektive zu wechseln. Die Fuji X-E5 ist für mich dafür die beste Option und aktuell auch die meistgenutzte Kamera – ja, sogar mehr als mein Smartphone.

Da die Kamera mit Objektiven jenseits der Pancakes etwas unhandlich wird, habe ich nach einem Griff gesucht, der sie nicht wesentlich vergrößert. Bisher konnte ich die Kamera mit Objektiv sogar in die Hosentasche stecken, und das sollte auch mit dem Griff so bleiben.

Gestoßen bin ich auf einen Holzgriff mit Montageplatte von der Firma Tilta auf Amazon (TA-91-WG-B). Da ich mit dieser Kamera kein Stativ verwende (das mache ich generell nur sehr selten), war es mir auch egal, dass ich in diesem Fall keines verwenden kann. Sollte das doch einmal nötig sein, schraube ich den Griff einfach wieder ab oder verwende eine meiner anderen Kameras.

Heute ist der Griff angekommen und ich bin mittags gleich damit rausgegangen, um ihn zu testen. Dabei saß er zunächst nicht richtig an der Kamera, was mich etwas gestört hat, da auch das Holz leicht nachgegeben hat. Es war allerdings mein Fehler: Ich hatte vergessen, das Stück Karton zu entfernen, das an der Schraube befestigt war. Dieses dient dazu, dass die Schraube beim Auspacken oder Transport nicht verloren geht. Nachdem ich den Karton entfernt hatte, sitzt der Griff perfekt und liegt auch gut in der Hand. Natürlich nicht so gut wie bei meiner X-H2, aber deutlich besser als vorher.

Die Schlaufe von Peak Design habe ich demontiert, weil sie mich in Kombination mit dem Griff gestört hat. Daher werde ich erst einmal ohne Handschlaufe unterwegs sein.

Was ich mir noch wünschen würde, wäre ein Auslöseknopf in der Farbe des Griffs sowie eine Oberfläche des schwarzen Aluminiums, die eher zur Kamera passt, also weniger matt ist.

Zur Verpackung muss ich sagen: wirklich sehr schön und hochwertig. Der Griff kommt in einer Blechdose, die sich – nachdem man den Inhalt entnommen hat – vielseitig weiterverwenden lässt. Die FujiFilm X-E5 mit dem 23/27mm F2.8 Pancake passt sogar ohne Sonnenblende in die Dose.

Link zum Produkt auf Amazon

Rezensionen FujiFilm X-E5 Rezension

FujiFilm 27mm F2.8 (Pencake) - alte und neue Version - der Vergleich

Ich hatte lange Zeit das Fujifilm 27mm F2.8 und habe es kaum verwendet. Erst 2025 kam es auf der Fujifilm X-T2 bei der Streetphotography öfter zum Einsatz. Irgendwann wurde ja eine neue Version angekündigt mit einem Blendenring, und ich dachte mir: Wenn das kommt, kaufe ich mir die neue Version und verkaufe die alte Version. Dann kamen die ersten Reviews mit Tests, sowohl in der Praxis als auch im Studio, und damit auch die Ernüchterung: Die Bildqualität hat sich nicht verbessert. Es gibt eigentlich nur zwei Neuerungen. Einmal den Blendenring und zweitens besitzt die neue Version das WR (Weather Resistant) hinter dem Namen, was für draußen nicht uninteressant ist. Allerdings muss ich auch gestehen: Selbst wenn die Kamera es abkann, mache ich es trotzdem nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss. Die meisten teuren Smartphones kann ich auch mit in den Pool nehmen und theoretisch unter Wasser halten – ich tue es trotzdem nicht.

Als ich mir dieses Jahr (noch nicht so lange her) die Fujifilm X-E5 gekauft habe, mit dem 23mm F2.8 WR Objektiv, dachte ich mir allerdings schon, es wäre praktisch, das 27mm F2.8 WR mit dem Blendenring zu besitzen. Und als eine Aktion vor meiner Nase wedelte, konnte ich nicht widerstehen.

Ich möchte hier nur auf die kleinen, interessanten technischen Unterschiede eingehen. Das eine ist, wie schon erwähnt, der Blendenring, der für mich eigentlich der wichtigste Teil der neuen Version ist. Diesen kann man auch fixieren, aber wie üblich nur auf A (Automatik). Das andere ist die Wetterfestigkeit. Vom Gewicht gibt es kaum einen Unterschied – das neuere 27mm ist auf der Küchenwaage mit 99 Gramm um 7 Gramm schwerer als das alte. Von der Größe ist mir kein nennenswerter Unterschied aufgefallen (siehe Fotos).

Demnach könnte man meinen, die neue Version sei die bessere Version. Ich würde das aber so nicht unterschreiben, denn es gibt einen Nachteil, der vielleicht nicht für alle, aber für den einen oder anderen erwähnenswert ist – und das ist der Fokusring. Bei der neuen Version ist er ganz vorne, sehr schmal und auch strenger. Manuelles Fokussieren macht daher nicht so viel Spaß. Dieser ist bei der alten Version wesentlich breiter und auch angenehmer zu handhaben.

Wer also gerne lieber manuell fokussiert, sollte klar zur älteren Version greifen und in Kauf nehmen, dass die Blende auf der Kamera verstellt werden muss. Für mich war die neue Version für die X-E5 die bessere Wahl, weil mir der Blendenring wichtig ist und ich die X-E5 eher als Daily-Kamera sehe und daher mehr den AF nutze als MF. Ich habe mein altes 27mm übrigens bereits verkauft.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Die Objektive sind nicht die schärfsten, nicht die schnellsten, aber sehr praktisch, weil sie wenig Platz einnehmen. In meiner Streetfotografie und bei Schnappschüssen verwende ich sie sehr gerne. Ergänzt wird das bei mir noch durch das 35mm F1.4 von Fuji (alte Version, übrigens mein ältestes Fuji-Objektiv), das hier noch gut dazu passt. Auf den anderen Kameras verwende ich natürlich die größeren Objektive, da die Kameras auch besser in der Hand liegen und die Objektive damit nicht so schwer wirken.

 

Rezensionen FujiFilm Objektiv Rezension

Update FujiFilm Film Rezepte

Ich habe zum Leica Look ein vermutlich besseres Rezept gefunden als das meine. Es hat einen wärmeren Look, aber wie auch das andere habe ich es noch nicht ausreichend getestet. Beim HP5-Film bin ich einen anderen Weg gegangen, der etwas weniger hart ist, ist aber auch noch nicht viel getestet. Daher sehe ich die beiden mal als Beta-Film-Rezepte.

HP5 Plus 400

Leica X

Das PDF-Dokument wurde um die beiden Filmrezepte erweitert und kann unter der folgenden URL angeschaut bzw. heruntergeladen werden: https://www.gweepography.com/files/recipe/fuji/myFujifilmFilmSims.pdf

Howtos FujiFilm film rezepte X-T5 X-H2