Eigentlich war mein Plan, die Fotos jedes Quartal zu aktualisieren. Ganz so regelmäßig hat es dann allerdings doch nicht geklappt. An dieser Stelle würde ich jetzt gerne schreiben, dass es an meinem neuen Test lag, die Fotos für ein paar Wochen oder Monate bewusst nicht anzuschauen oder anzurühren. Aber ehrlich gesagt war das zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht der Plan.
Für die aktuelle Aktualisierung habe ich zunächst die Fotos eingebunden, die ich zwischen 2010 und 2015 aufgenommen habe. Diese hatte ich bereits vor längerer Zeit ausgewählt, bisher aber noch nicht für den Webauftritt verwendet. Dazu kommen die Fotos, die von Anfang des Jahres bis März entstanden sind.
Die kommenden Bilder werde ich nun nach und nach ergänzen, jeweils mit einem Abstand von ungefähr drei Monaten. So sollte sich die Sammlung mit der Zeit kontinuierlich erweitern, ohne dass gleich wieder eine riesige Menge an neuen Fotos auf einmal dazukommt.
Neben den Fotos musste ich auch den Code der Webseite etwas überarbeiten. In Google Chrome gab es ein Problem mit dem Cache, wodurch neu hinzugefügte bzw. aktualisierte Bilder teilweise nicht angezeigt wurden. Das Problem sollte nun behoben sein, sodass die Aktualisierungen künftig auch zuverlässig im Browser ankommen.
Voigtländer kenne ich schon länger und wusste um deren manuelle Objektive. Ich fand sie jedoch immer zu teuer, da man für das gleiche Geld auch Objektive mit Autofokus bekommt.
Als ich zu FujiFilm gewechselt bin (2014 - X-T1), wurden mir die Haptik, die Einstellräder, der Blendenring und der Look immer wichtiger. Vor allem hat mich Fuji damals mit seiner Qualität überrascht – sowohl bei den Bildern als auch bei der Verarbeitung. Dank APS-C waren sowohl die Kamera als auch die Objektive kleiner.
Durch das Fokus-Peaking wurde auch das manuelle Fokussieren interessanter, ich habe es aber dennoch nur selten verwendet. Ich besitze zwar M-Objektive, aber diese sind wegen ihrer Brennweite weniger alltagstauglich. Die russischen Zenit-Objektive haben jeweils 56 mm, sind wegen des Crops dann bei ca. 85 mm, und das Kamlan 50 mm f1.1 liegt bei 75 mm. Ich mag diese Objektive vor allem bei Schwarz-Weiß-Fotos.
Vorgestern, als ich wieder einmal mit der Kamera durch die Stadt spaziert bin, dachte ich mir: Irgendwie könnte ich das Ganze noch einmal etwas entschleunigen – mit einem M-Objektiv. Mir kam dabei wieder Voigtländer in den Sinn, womit ich schon länger spekuliere, auch wenn ich mir an sich immer andere Objektive vorher zulegen wollte. Wie z. B. die erst kürzlich von Fuji gekauften 23/35/50mm-F2-Objektive, die super zur X-E5 passen.
Vorgestern habe ich mir dann ein Voigtländer Nokton 35mm f1.2 bestellt, das heute angekommen ist. Voigtländer war, wie ich erst seit gestern weiß, ursprünglich ein österreichisches Unternehmen, das 1756 in Wien gegründet wurde. Seit 1982 ist es eine Handelsmarke für Festbrennweiten, und seit 2001 befindet sich der Firmensitz in Bayern (Fürth). Auch wenn es heute kein österreichisches Unternehmen mehr ist und die Objektive in Japan produziert werden (was ich auch gut finde), finde ich es dennoch spannend, dass Voigtländer ursprünglich aus meinem Heimatland und meiner Heimatstadt stammt.
Ich habe das Objektiv übrigens bei Foto Schneider in Baden gekauft, wo es aktuell eine Sommeraktion gibt. Der Versand ging schnell, es gab keine Kontaktaufnahme oder Vorankündigung.
Wie toll das Objektiv nun im Alltag ist und wie ich mich damit auf der Straße tun werde, werde ich in einem anderen Beitrag berichten. Ich glaube, ich werde eine eigene Serie mit dem Voigtländer starten, ggf. ein eigenes Fotobuch, weil ich denke, dass die Bilder einfach anders werden – vor allem weicher – und somit nicht zu denen der Fuji-Objektive passen. Meine ersten Out-of-Cam-Aufnahmen sind unter dem Text zu finden.

Aufgenommen mit dem iPhon 17 Pro Max und der Leica App


Voigtlaender bei Blende f1.2 - softer, weniger Kontrast

Voigtländer bei f2.8 - schärfer, mehr Kontrast

Obwohl ich schon so viele Jahre mit Zoom-Objektive arbeite, ist mir erst heute bewusst geworden, wie ich sie heute einsetze und wie ich sie damals verwendet habe.
Am Anfang der Fotografie sind Zoom-Objektive eine gute Lösung (zumindest scheint es so). Man deckt damit verschiedene Brennweitenbereiche ab. Lichtstarke Zoom-Objektive – meist mit einer Offenblende von 2.8 – sind oft kostspielig, schwer, und man muss immer mit Abstrichen rechnen. Dennoch besitze ich selbst drei dieser „Dinger“: das Fuji 16-55mm F2.8 R LM WR (alte Version), das Fuji 50-140mm F2.8 R LM OIS WR und das Fuji 10-24mm F4 R OIS (alte Version).
Früher, noch vor meiner Zeit mit Fuji, habe ich mich vor ein Motiv gestellt, am Zoom gedreht und ein Foto gemacht. Wenn der Bildausschnitt nicht passte, weil es sich mit der einstellbaren Brennweite nicht ausging, bin ich einfach vor- oder zurückgegangen.
Mit der Zeit habe ich mir – aufgrund der perspektivischen Verzerrungen bei Weitwinkelaufnahmen – angewöhnt, bei Menschen und Objekten nicht unter 35mm zu gehen. Nachdem ich dann von Kameras mit Vollformatsensor (Kleinbildformat) zu Fujis APS-C-System gewechselt bin, musste ich mich daran gewöhnen, wegen des Crop-Faktors (1,5) auf 23mm umzudenken.
Da ich bei Fuji allerdings schon immer gerne mit Festbrennweiten fotografiert habe, wurde der Einsatz der Zooms immer weiter reduziert. Nach meiner „Fotopause“ verwende ich fast nur noch Festbrennweiten.
Das hat dazu geführt, dass ich bei der Verwendung eines Zoom-Objektivs die Brennweite vorher festlege und dann – wie bei einer Festbrennweite – den Bildausschnitt per „Turnschuhzoom“ wähle. Ich zoome eigentlich nur noch, wenn es keine andere Möglichkeit gibt, zum Beispiel wenn es die Umgebung nicht zulässt, näher heranzugehen oder Abstand zu gewinnen.
Dass ich mir darüber überhaupt Gedanken gemacht habe, lag nur daran, dass ich meinen kleinen Fotorucksack bereits für einen Ausflug gepackt hatte und morgen auf einem Event fotografieren soll. Ich habe überlegt, welches Equipment ich mitnehmen kann, ohne den bereits gepackten Rucksack wieder komplett umräumen zu müssen bzw. wie ich ggf. das Sujet näher zu mir holen kann, falls ich nicht nahe genug ran kann.
Ich habe meine Fujifilm-Film-Rezepte aktualisiert und um zwei Rezepte erweitert (Daily Portra und Hazy Chrome). Ihr könnt sie HIER als PDF-Dokument herunterladen. Mir gefällt der Look sehr gut, allerdings habe ich sie bisher nur kurz ausprobiert. Beispielbilder folgen demnächst.
Ich finde das Interview mit Alf Poier sehr interessant welches der Express durchgeführt hat. Sein Bezug zur Kunst und Förderungen finde ich sehr interessant, weswegen dieser Link auf YouTube hier startet.
Die Kunst ist ein Produkt, das niemand zum Leben braucht. In unserer Gesellschaft und Kultur ist sie jedoch gern gesehen, erinnert uns an die Vergangenheit, reflektiert die Perspektive der Gegenwart oder einer möglichen Zukunft. Sie ist meist das kreative Ergebnis eines Künstlers, der seiner Betrachtungsweise und seinen Gefühlen in irgendeiner Form Ausdruck verleiht. Kunst hat als Produkt in erster Linie einen persönlichen Wert für den Künstler. Wenn der Künstler es schafft, mit seiner Ausdrucksweise und seinem Schaffen – in welcher Form auch immer – andere zu begeistern und diese dafür Geld ausgeben, dann kann er von seinem geschaffenen Produkt leben. Ab wann ein Produkt als Kunst betrachtet wird, obliegt eigentlich nicht dem Künstler selbst; das entscheiden andere. Soweit meine Betrachtungsweise.
Jemand, der zu Hause eine Idee hat, z. B. für ein neues Smartphone, das einen kleinen Beamer verbaut hat und damit Bilder auf eine Wand projizieren kann, anstatt das Smartphone für Fotos und Videos von einem zum anderen zu reichen, und der anschließend zu Hause einen Prototypen baut, muss andere davon überzeugen, dass sein Produkt einen Mehrwert für die Gesellschaft hat, und seine Idee verkaufen. Findet die Gesellschaft das Produkt gut, wird er es eine größere Stückzahl davon verkaufen und somit damit Geld verdienen.
Natürlich können beide ihre Ideen präsentieren und versuchen, jemanden zu finden, der als Sponsor auftritt und sie fördert. Wenn jemand davon überzeugt ist und ein Talent fördern möchte, dann steht es jedem frei, das zu tun. Aber es sollte keine staatliche Förderung geben, die aus dem „Topf der Gesellschaft“ genommen wird, obwohl man eigentlich selbst seinen Beitrag leisten kann.
Der „Topf der Gesellschaft“ ist dazu da, jene aufzufangen, die einfach nicht arbeiten können (Menschen mit Einschränkungen, nach Arbeitsunfällen etc.), sowie jene, die ihren Beitrag bereits geleistet haben, nun aber zu alt zum Arbeiten sind – sprich Pensionisten – und natürlich jene, die ihren Beitrag noch leisten werden, also Schüler und Studenten. Alle anderen müssen sich zunächst anstrengen und ihren Beitrag für die Gesellschaft leisten, denn anders funktioniert ein solches System nicht – weder in der Steinzeit noch in der Gegenwart oder Zukunft. Und ja, wer von außen in diese Gesellschaft gelangt, hat sich diesem System zu fügen. All das sollte durch die Politik vertreten und umgesetzt werden. Der Bürger stützt dieses System mit seinem Verhalten sowie mit Ethik und Moral.
Heute bedienen sich mehr Menschen an diesem „Topf“, als ihn befüllen. Geschuldet ist das dem Egoismus der Gesellschaft – jeder ist sich selbst der Nächste. Die Aufgabe der Kunst wäre es eigentlich, dieses Problem aufzugreifen und dem Rest der Gesellschaft vor Augen zu führen, anstatt sich selbst als Teil dieses Problems zu präsentieren.
Ich würde mich jetzt gerne selbst als Beispiel heranziehen, bin aber kein Künstler: Ich gehe einem regulären Job in der IT nach. In meiner Freizeit, wenn mir die Zeit bleibt, befasse ich mich mit Fotografie und Bildbearbeitung. Ich erstelle Bilder aus meiner Perspektive und Wahrnehmung, schaffe jedoch nur selten etwas wirklich Neues. Ich selbst würde mich daher nicht als Künstler bezeichnen und wurde bisher auch nicht von nennenswerten Stellen als solcher bezeichnet.
Meine erste DSLR war die Nikon D3000 mit einem 18–55mm, dem klassischen Kit-Objektiv. Dank meines Interesses an der Fotografie (genau genommen wurde ich mit einem Virus infiziert) habe ich zahlreiche Bücher gelesen und viele Videotrainings angeschaut. Dabei habe ich viel Equipment von anderen Fotografen gesehen – und somit hat es nicht lange gedauert, bis die D3000 gegen eine Nikon D300s ersetzt wurde. Auch dies hielt nicht lange an, und die D300s wurde gegen eine Nikon D700 ausgetauscht. Diese habe ich immerhin ein paar Jahre verwendet und später mit der Nikon D800 ergänzt.
Das Ganze spielte sich in einem Zeitraum von ca. fünf Jahren ab, bis ich 2014 – ich glaube, es war eher 2015 – alles gegen eine Fuji X-T1 ausgetauscht habe. 2016 folgte dann die Fuji X-T2, die ich bis 2025 genutzt habe. Anfang 2025 habe ich mir die Fuji X-H2 geholt, ich wollte mal etwas neues ausprobieren. Die X-T2 war sozusagen meine Daily. Ich habe mir dann so gegen Mitte 2025 die X-T5 geholt, die dann die X-T2 ablösen sollte. Das habe ich erst geschafft, als ich die X-T2 verkaufte und gemerkt habe, um wie viel besser die X-T5 doch tatsächlich ist. Anfang 2026 kam dann die X-E5 dazu, nachdem die Preise etwas gefallen waren; die X-T5 ist mir als "Immer-dabei-Kamera" dann doch etwas zu groß. Die X-E5 und die X-T5 sind meine beiden Favoriten, die X-H2 ist eine schöne Kamera aber die ich realistisch gesehen eigentlich nicht benutze. Sie hat nach ca. einem Jahr etwas über 1200 Auslösungen.
Was hier deutlich zu erkennen ist: Es gibt ein eindeutiges "Haben-wollen"-Problem. Immer wenn ich mich mit den Nachfolgemodellen oder – speziell bei Fuji – mit den Modellen anderer Serien befasse, finde ich Argumente, warum ich dies oder jenes gerne hätte und eventuell auch brauchen könnte. So hat etwa die Nikon Zf mein Interesse geweckt: ein Vollformatsensor und die f/1.4-Objektive (35, 50, 85mm), die preislich eigentlich fair sind. Ich bin stark verleitet, diesen Weg zu gehen, allerdings macht das gar keinen Sinn. So gerne ich offenblendig fotografiere, so klar ist mir auch, dass der Unterschied zwischen APS-C (Crop) und dem sogenannten Vollformat gar nicht so groß ist. Bei High-ISO gibt es in der Regel noch einen minimalen Unterschied, bei der Schärfe hingegen kaum noch.
Ich kann mich noch erinnern, als ich die D700 und die D800 verglichen habe: Die D700 mit 12 MP und die D800 damals mit 36 MP. Wenn man dann in Lightroom auf 100 % herangezoomt hat, war das Ergebnis ernüchternd. Allerdings kann man das so gar nicht vergleichen. Die D800 war damals knackscharf, aber eben eine Diva: Wegen der hohen Megapixel-Zahl wurde nicht jedes Foto scharf – genau genommen kam es recht schnell zu Mikroverwacklungen.
Ein Vergleich zwischen einer Nikon Zf und einer Fuji muss daher fair bleiben, und ich bin mir sicher, dass der Unterschied nicht so gravierend ist. Das war er damals zwischen der D700/D800 und der X-T1 auch schon nicht. Ein weiterer Nachteil ist die Größe der Kamera und der Objektive. Ich weiß noch genau, dass ich früher einen riesigen Fotorucksack und eine Fototasche hatte, die allein mit Kameras, Akkus, Speicherkarten, zwei Blitzen und Objektiven gefüllt war, wenn ich auf einer Hochzeit auftauchte. Heute bringe ich weit mehr in weniger Stauraum unter, und meine Handgelenke danken es mir ebenfalls.
Eine Sache ist besonders wichtig und sollte vor jedem dieser emotionalen "Haben-wollen"-Momente verinnerlicht werden: Die "alten Meister" hatten oft nicht mehr als eine Kamera und vielleicht ein bis vielleicht zwei drei Objektive – und haben damit Fotos gemacht, die bis heute in Ausstellungen zu finden sind.
Daher mein Spruch: Nach dem Kamerakauf: Setz die Scheuklappen auf.
Ich weiß, dass ich in den nächsten Wochen und Monaten noch ein paar neue AF-Objektive anschaffen, aber auch einige meiner aktuellen AF- und MF-Linsen verkaufen werde. Mein Ziel ist es, bis auf wenige Ausnahmen rein auf Fuji-Objektive umzusteigen. In den meisten Fällen vermisse ich bei Drittanbietern einfach den Blendenring, oder sie sind mir persönlich zu wuchtig (wie die Viltrox f/1.2 Objektive zum Beispiel).
Alles in allem wollte ich damit sagen: Wenn du dich für etwas entschieden hast – egal ob neu oder gebraucht –, schau dich nicht ständig nach neuem Equipment um, sondern nutze das, was du hast. Zu viel Auswahl ist im Übrigen auch nicht gut; sie nimmt einem die Entscheidungsfreudigkeit und macht den Rucksack nur unnötig schwer. Ich weiß, wovon ich schreibe.