Seelenraub

„Seelenraub“ ist ein Videotraining auf Udemy, welches sich mit dem Thema Streetfotografie befasst. Der Trainer ist kein Geringerer als Thomas Leuthard, welcher zwischen 2009 und 2017 als Streetfotograf tätig war. Er ist bzw. war vor allem im deutschsprachigen Raum bekannt.

Das Videotraining richtet sich vor allem an Anfänger und Fortgeschrittene. Es ist auf Udemy erhältlich, und zwar HIER.

Ich persönlich finde das Videotraining gut; für mich war es zwar im Grunde nur eine Wiederholung, aber es ist eine schöne Abwechslung zu den vielen Büchern, die es zum Thema Streetfotografie gibt. Neben dem Videotraining bekommt man auch das Buch „Seelenraub“ als E-Book (PDF-Format). Das Videotraining ist immer wieder im Angebot für unter 15 Euro zu haben.

Das soll nicht wirklich eine Rezension sein, sondern vielmehr eine Empfehlung für Interessierte.

Rezensionen

Fuji X-E5 - meine Daily immer mit dabei Kamera

Ich will hier kein Review über die Kamera machen, das haben schon so viele vor mir gemacht. Ich bin seit der Fuji X-T1 (2014) mit Fujifilm-Kameras unterwegs. Davor war ich im Nikon-Lager mit DSLRs (Crop und Vollformat). Die Fuji X-T2 hat mich bis 2025 begleitet, ich habe sie dann um die X-H2 und später um die X-T5 ergänzt. Die X-T2 und X-H2 habe ich mittlerweile verkauft und die X-E5 als „immer mit dabei“-Kamera geholt.

Meine Gründe, warum ich die X-E5 wollte, sind vor allem die kompaktere Bauform. Die X-M5 hat keinen Sucher und ist deshalb keine Option für mich gewesen, die X100 von Fuji mag ich nicht, weil ich zum einen keinen Weitwinkel mag (da reichen mir die Smartphones schon) und zum anderen will ich die Objektive tauschen können.

Darüber hinaus finde ich den Retro-Sucher interessant, verwende ihn aber aktuell gerade nicht, und das Filmauswahlrad, wo ich allerdings eh nur meine eigenen Presets verwende und seltenst die von Fuji. Sie hat denselben Sensor wie die X-T5 und die X-H2, womit sie genau das leistet, was mich gleich bei der X-T5 gegenüber der X-T2 begeistert hat: das bessere Rauschverhalten und der bessere Dynamikumfang.

Ich habe die X-E5 im Kit mit dem Fujifilm 23mm F2.8 Pancake gekauft. Das 27mm F2.8 hatte ich in der alten Version; nachdem ich die Blendenräder an den Objektiven liebe, habe ich das alte 27mm verkauft und gegen das neue ersetzt. Das 23mm habe ich mittlerweile wieder verkauft, weil ich 23mm (zum KB 35mm) eher selten verwende. Zu dem Zeitpunkt hatte ich auch noch das Sigma 23mm F1.4.

Es war auch relativ früh schon klar, dass ich mir die Fuji 23, 35 und 50mm F2 Objektive hole, da sie von der Bauform kleiner sind und sich so gut für die Streetfotografie eignen. Tun die anderen Fujis auch, keine Frage, aber die F2er kriege ich leichter in den Rucksack. Ich habe mir von SmallRig eine kleine Tasche gekauft, in der ich immer 2 von den drei Objektiven drin habe und eines auf der Kamera. Auf der Kamera ist meist das 35mm (zum KB 50mm). Das 23mm bleibt öfter zu Hause, dann verwende ich das Voigtländer 35mm F1.2 Objektiv mit MF. Ja, auch das verwende ich in der Streetfotografie.

Das Pancake kommt nur noch selten mit, wäre aber dabei, wenn ich einfach nur die Kamera mitnehme, ohne dass ich eigentlich Fotos geplant hätte zu machen. Da kommt aber auch gerne das Voigtländer mit.

Die Fuji X-T5 bleibt sehr oft daheim, nehme ich eigentlich nur noch mit, wenn ich weiß, ich verwende die anderen größeren Objektive.

Was ich mir wünschen würde, das Fuji ändert?

  • Anpassbare Menüs (so dass ich mir selbst aussuchen kann, was ich im Menü sehe, und mich nicht durch die vielen Menüpunkte durchkämpfen muss)
  • Beleuchtete Einstellräder für den Abend wären toll
  • Videofunktion brauche ich nicht – aber die wird nicht verschwinden
  • Display drehbar, weil es einfach flexibler ist als das jetzige. Außerdem kann ich es komplett umdrehen und komme gar nicht in Versuchung, darauf zu schauen nach einem Foto (mache ich aber mittlerweile eh nur noch selten, weil man das so schlecht erkennt bei Sonneneinstrahlung – egal welcher Hersteller oder welches Smartphone, wirklich gut war da noch keines)
  • Play- und Delete-Button sind genau beim Sensor, der zwischen Sucher und Display umschaltet. Ich muss dann immer die rechte Hand nehmen, um die Buttons zu drücken, weil ich mit der linken immer über den Sensor fahre und die Kamera vom Display auf den Sucher wechselt.

Ansonsten ist es eine tolle Kamera, die ich wirklich sehr gern habe. Das wusste ich schon, bevor ich sie kaufte, weil sie einfach noch mal ein anderes Erlebnis liefert als die X-T5, allerdings kennt man das Menü und auch die Einstellräder, sodass man sich nicht viel umgewöhnen muss. Der neue Button vorn ist etwas ungewohnt gewesen, das Croppen finde ich komplett unnötig, aber vielleicht nutzt das ja tatsächlich jemand. Vielleicht belege ich das alles noch mal anders, wenn ich es brauchen sollte.

Die Kamera würde ich wieder kaufen, dito auch die Fuji F2er-Objektive, weil sie einfach klein sind und gut mitzunehmen sind.

Ich habe die Kamera noch um einen Daumengriff und um einen Holzgriff ergänzt, damit sie besser in der Hand liegt, wenn ich in der Stadt unterwegs bin. Eine Handschlaufe ist allerdings bei diesem Griff irgendwie störend, ich bin mir daher auch noch nicht sicher, ob ich das immer so lasse oder diesen wieder demontiere.

Rezensionen

Smallrig Thumb Grip für die Fuji X-E5

Passend zu meinem Holzgriff für die Fuji X-E5 habe ich mir nun zusätzlich einen Daumengriff bestellt, der am Blitzschuh befestigt wird. Ein Punkt, den ich nicht optimal finde: Der Zugriff auf das Belichtungskorrekturrad ist dadurch eingeschränkt – man kommt leider nicht mehr so gut heran.

Abgesehen davon lässt sich die Kamera so zwar leichter mit einer Hand halten, es geht aber auch ohne. Im Lieferumfang war zudem ein kleiner roter Auslöse-Button zum Aufschrauben. Das ist an sich praktisch, birgt aber ein Risiko: Da ich die Kamera oft im Rucksack oder in der Jackentasche verstaue, kann man damit leicht hängen bleiben. Das ist auf Dauer sicher nicht gesund für die Mechanik des Auslösers.

Passform und Materialschutz

Was mir noch aufgefallen ist: Der Daumengriff liegt nicht direkt am Gehäuse an. Das wäre an sich nicht tragisch, doch unter Belastung biegt er sich so weit, dass er den Body berührt. Ich denke, es ist nur eine Frage der Zeit, bis er sich durch den Lack scheuert.

Eigentlich widerstrebt es mir, ein solches Produkt einzusetzen, da ich auf mein Equipment sehr aufpasse. Im Fall der X-E5 nehme ich das jedoch in Kauf – vermutlich wird sie ohnehin einen gewissen "Used-Look-Charme" entwickeln, da ich sie fast immer dabei habe. Gekauft habe ich das Zubehör übrigens bei Amazon; es ist sowohl in Schwarz als auch in Silber erhältlich. Den Beitrag über den Tilta Holzgriff findest du hier.

Der Gewichts-Check

Hier mal eine Übersicht, wie sich das Zubehör auf das Gesamtgewicht auswirkt:

Konfiguration Gewicht
Fuji X-E5 (inkl. 27mm f/2.8 WR Pancake, Deckel, Sonnenblende, Akku, SD-Karte, Displayschutz & Blitzschuhschutz) 542,0 g
Mit dem Smallrig Thump Grip 547,0 g
Mit dem Tilta Holzgriff 586,5 g
Vollausstattung (Tilta Holzgriff, Smallrig Thump Grup und Auslöse-Button) 592,5 g

Fazit: Mit Holz- und Daumengriff wiegt die Kamera etwa 50 Gramm mehr. Das klingt nach wenig, ist meiner Meinung nach aber spürbar. Dafür sieht die Kamera für mich individueller aus und liegt – besonders bei größeren, schwereren Objektiven – deutlich besser in der Hand.

Rezensionen FujiFilm X-E5 Rezension

Tilta Holzgriff für die FujiFilm X-E5

Meine FujiFilm X-E5 ist die Kamera, die ich eigentlich so gut wie immer mitnehme. Mein Ziel war eine kleine Kamera mit Sucher und der Möglichkeit, Objektive zu wechseln. Die Fuji X-E5 ist für mich dafür die beste Option und aktuell auch die meistgenutzte Kamera – ja, sogar mehr als mein Smartphone.

Da die Kamera mit Objektiven jenseits der Pancakes etwas unhandlich wird, habe ich nach einem Griff gesucht, der sie nicht wesentlich vergrößert. Bisher konnte ich die Kamera mit Objektiv sogar in die Hosentasche stecken, und das sollte auch mit dem Griff so bleiben.

Gestoßen bin ich auf einen Holzgriff mit Montageplatte von der Firma Tilta auf Amazon (TA-91-WG-B). Da ich mit dieser Kamera kein Stativ verwende (das mache ich generell nur sehr selten), war es mir auch egal, dass ich in diesem Fall keines verwenden kann. Sollte das doch einmal nötig sein, schraube ich den Griff einfach wieder ab oder verwende eine meiner anderen Kameras.

Heute ist der Griff angekommen und ich bin mittags gleich damit rausgegangen, um ihn zu testen. Dabei saß er zunächst nicht richtig an der Kamera, was mich etwas gestört hat, da auch das Holz leicht nachgegeben hat. Es war allerdings mein Fehler: Ich hatte vergessen, das Stück Karton zu entfernen, das an der Schraube befestigt war. Dieses dient dazu, dass die Schraube beim Auspacken oder Transport nicht verloren geht. Nachdem ich den Karton entfernt hatte, sitzt der Griff perfekt und liegt auch gut in der Hand. Natürlich nicht so gut wie bei meiner X-H2, aber deutlich besser als vorher.

Die Schlaufe von Peak Design habe ich demontiert, weil sie mich in Kombination mit dem Griff gestört hat. Daher werde ich erst einmal ohne Handschlaufe unterwegs sein.

Was ich mir noch wünschen würde, wäre ein Auslöseknopf in der Farbe des Griffs sowie eine Oberfläche des schwarzen Aluminiums, die eher zur Kamera passt, also weniger matt ist.

Zur Verpackung muss ich sagen: wirklich sehr schön und hochwertig. Der Griff kommt in einer Blechdose, die sich – nachdem man den Inhalt entnommen hat – vielseitig weiterverwenden lässt. Die FujiFilm X-E5 mit dem 23/27mm F2.8 Pancake passt sogar ohne Sonnenblende in die Dose.

Link zum Produkt auf Amazon

Rezensionen FujiFilm X-E5 Rezension

FujiFilm 27mm F2.8 (Pencake) - alte und neue Version - der Vergleich

Ich hatte lange Zeit das Fujifilm 27mm F2.8 und habe es kaum verwendet. Erst 2025 kam es auf der Fujifilm X-T2 bei der Streetphotography öfter zum Einsatz. Irgendwann wurde ja eine neue Version angekündigt mit einem Blendenring, und ich dachte mir: Wenn das kommt, kaufe ich mir die neue Version und verkaufe die alte Version. Dann kamen die ersten Reviews mit Tests, sowohl in der Praxis als auch im Studio, und damit auch die Ernüchterung: Die Bildqualität hat sich nicht verbessert. Es gibt eigentlich nur zwei Neuerungen. Einmal den Blendenring und zweitens besitzt die neue Version das WR (Weather Resistant) hinter dem Namen, was für draußen nicht uninteressant ist. Allerdings muss ich auch gestehen: Selbst wenn die Kamera es abkann, mache ich es trotzdem nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss. Die meisten teuren Smartphones kann ich auch mit in den Pool nehmen und theoretisch unter Wasser halten – ich tue es trotzdem nicht.

Als ich mir dieses Jahr (noch nicht so lange her) die Fujifilm X-E5 gekauft habe, mit dem 23mm F2.8 WR Objektiv, dachte ich mir allerdings schon, es wäre praktisch, das 27mm F2.8 WR mit dem Blendenring zu besitzen. Und als eine Aktion vor meiner Nase wedelte, konnte ich nicht widerstehen.

Ich möchte hier nur auf die kleinen, interessanten technischen Unterschiede eingehen. Das eine ist, wie schon erwähnt, der Blendenring, der für mich eigentlich der wichtigste Teil der neuen Version ist. Diesen kann man auch fixieren, aber wie üblich nur auf A (Automatik). Das andere ist die Wetterfestigkeit. Vom Gewicht gibt es kaum einen Unterschied – das neuere 27mm ist auf der Küchenwaage mit 99 Gramm um 7 Gramm schwerer als das alte. Von der Größe ist mir kein nennenswerter Unterschied aufgefallen (siehe Fotos).

Demnach könnte man meinen, die neue Version sei die bessere Version. Ich würde das aber so nicht unterschreiben, denn es gibt einen Nachteil, der vielleicht nicht für alle, aber für den einen oder anderen erwähnenswert ist – und das ist der Fokusring. Bei der neuen Version ist er ganz vorne, sehr schmal und auch strenger. Manuelles Fokussieren macht daher nicht so viel Spaß. Dieser ist bei der alten Version wesentlich breiter und auch angenehmer zu handhaben.

Wer also gerne lieber manuell fokussiert, sollte klar zur älteren Version greifen und in Kauf nehmen, dass die Blende auf der Kamera verstellt werden muss. Für mich war die neue Version für die X-E5 die bessere Wahl, weil mir der Blendenring wichtig ist und ich die X-E5 eher als Daily-Kamera sehe und daher mehr den AF nutze als MF. Ich habe mein altes 27mm übrigens bereits verkauft.

Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Die Objektive sind nicht die schärfsten, nicht die schnellsten, aber sehr praktisch, weil sie wenig Platz einnehmen. In meiner Streetfotografie und bei Schnappschüssen verwende ich sie sehr gerne. Ergänzt wird das bei mir noch durch das 35mm F1.4 von Fuji (alte Version, übrigens mein ältestes Fuji-Objektiv), das hier noch gut dazu passt. Auf den anderen Kameras verwende ich natürlich die größeren Objektive, da die Kameras auch besser in der Hand liegen und die Objektive damit nicht so schwer wirken.

 

Rezensionen FujiFilm Objektiv Rezension

FujiFilm X-HF1 bzw X-Half - Mein Erfahrungsbericht

Ich habe mir vor 2 Wochen eine FujiFilm X-Half gekauft gehabt, weil ich aus den zahlreichen Rezensionen entnommen habe, dass die Kamera toll sein soll, die Kreativität entfachen soll usw.

Die technischen Daten spare ich mir an dieser Stelle, die kann man auf vielen Seiten nachlesen, sind an sich auch nicht so spannend und sollen eigentlich bei dem Konzept auch nicht so die große Rolle spielen.
Mir war das Half-Konzept soweit fremd. Dieses kommt aus der analogen Fotografie, wo 35mm Filme eingesetzt wurden. In der Regel waren das 36erßFilme, sprich man konnte ca. 36 Fotos (die häufigste Variante) auf solch einen Film bringen. Bei Halbformatkameras wurde, wie der Name eigentlich schon verrät, nur ein halbes Foto aufgenommen, wodurch man statt 36 Fotos, 72 aufnehmen konnte. Diese waren im Hochformat. Dieses Konzept hat FujiFilm hier aufgegriffen für die FujiFilm X-Half bzw. X-HF1. Der Nachteil war, sofern das jemanden interessierte, die Qualität der Bilder wurde damit auch schlechter, das Korn deutlicher zu sehen. Dieser wesentliche Punkt hat auch meine Betrachtung auf die X-Half geändert, da auch hier nur ein halber Sensor zum Einsatz kommt, dieser aber vergleichsweise gut ist. Das hat dazu geführt, das ich am Ende schwarzweiß Fotos mit extra eingestellter Körnung belichtet habe.

Beginnen wir mit den negativen Dingen, die die meisten digitalen Fotografen in der Kamera sehen werden. Das ist einmal ein langsamer Autofokus, eine langsame Auslösung, ein brauchbares ISO bis ca. 1600, schlecht für Fotos bei schlechtem Licht (erinnert mich an die alten Kompaktkameras), das zu kleine Display (womit man aber leben kann) was manchmal etwas fummelig ist und auch schlecht zu lesen, wenn das Alter eine Rolle spielt. Fürs Filmen ist sie meiner Meinung nach nicht geeignet, diese Funktion hätte man aus meiner Sicht komplett auslassen können, das kann jedes Smartphone besser. Selbst für unter 200 Euro.

Das Positive an der Kamera ist, sie lädt zum Spielen ein. Man ist eher geneigt, auch viele unnötige Fotos zu machen weil sie klein und handlich ist, man sie einfach nicht so ernst nimmt. Sie glänzt mit den typischen Fuji-Filmsimulationen (eigene kann man leider nicht erstellen). Mit der Funktion, zwei Bilder auf ein Foto zu packen, sprich nebeneinander, um ein normales Fotoformat (35 mm) zu bekommen, kann man kurze und einfache Stories erstellen. Das scheint auch großen Anklang zu finden, für mich allerdings kein Thema, das geht auch ohne der Funktion.
Was ich sehr gut gefunden habe und was mir auch gefallen hat, ist die Filmsimulation. Ein Foto machen, das Bild nicht sehen, den Film weiterdrehen und das nächste Foto machen. Da kommt auch ein weiterer Punkt dazu, der mich stört: Ich hätte echt gerne den manuellen Fokus verwendet, aber durch den Sucher weiß man leider nicht, ob man nun scharfgestellt hat oder nicht. Das lässt dann mehr das Feeling einer billigen Einwegkamera aufkommen als das der "echten" Fotografie. Es ist einfach nur ein Glas durch das man schaut.
Die Kamera hat mir in den zwei Wochen, bevor ich sie wieder verkauft habe, zwar Spaß gemacht, mir aber nicht das Gefühl von analoger Fotografie gegeben, weil ich so eine Knipse nicht gekauft hätte bzw. wenn ich das will, diese für 25-40 Euro auf Amazon bekomme, mit echtem Film und genauso wenig Einfluss und Entscheidungsfreiheiten. Und da sind wir dann auch bei einem großem Punkt: Aus meiner Sicht sind die 799 Euro viel zu überteuert für das was einem die Kamera liefert. Ja sie lädt zum Spielen und Experimentieren ein, aber sie fördert definitiv nicht meine Kreativität. Ich kann natürlich hier nur von mir sprechen, aber mehr als 400 Euro würde ich dafür nicht noch einmal ausgeben. Es sei denn, Fuji bringt mehr Funktionen, die mehr dem analogen Feeling entspricht wie z. B. eine Lösung wie man manuell fokussieren kann im Filmsimulationsmodus. Und ein RAW-Format wäre auch wünschenswert.
Vielleicht noch als Tipp für jene, die mit dem Scrollen auf dem kleinen Display kämpfen: Ich habe mir ein Schutzglas für die freien Flächen des Displays gekauft und mit diesen hat das Scrollen dann problemlos funktioniert. Ich vermute einfach, dass hier das Problem ,die Vertiefung und die kleinen offenen Flächen des Displays sind. Durch das Glas ist die Fläche mit dem Kunststoffrahmen eben und daher leichter zu berühren.

Ich hoffe das meine Ansicht zu der X-Half für dich ggf. eine andere Perspektive bietet. Am Ende muss hier jeder für sich entscheiden, ob der Preis das "Habenwill-Gen" (wie es Steffen Böttcher so schön ausdrückt hat) aussticht oder ob es einem egal ist. Ich hole mir, da ich im Filmmodus nicht manuell fokussieren kann, dann lieber eher eine X-M5 als eine X-Half oder wie es ist, ich verwende einfach weiterhin meine X-T5 und hoffe, dass die X-E5 noch günstiger wird, denn beim aktuellen Preis würde ich eher zu einer X-T5 greifen.

Noch ein paar Bilder die ich mit der X-Half gemacht habe. Die Bilder sind jediglich verkleinert, allerdings nicht bearbeitet.

Rezensionen Rezension FujiFIlm X-HF1