Ich habe letztes Jahr — noch bevor der Blog oder die Webseite überhaupt existierten — das Buch Psychologie der Fotografie: Kopf oder Bauch? von Sven Barnow aus dem dpunkt.verlag gelesen und dort drei Fragen für mich beantwortet. Diese Antworten findest du hier (PDF).
Gestern habe ich mir diese Fragen und die Antworten noch einmal durchgelesen, um zu sehen, ob sich meine Sichtweise inzwischen verändert hat. Eigentlich nicht. Was sich jedoch vielleicht leicht gewandelt hat, ist meine emotionale Verbindung zum eigenen Bild.
Wenn ich mir viele meiner favorisierten Fotos ansehe, lösen sie — besonders in Schwarz-Weiß — ein Gefühl in mir aus, das ich noch gar nicht richtig in Worte fassen kann. Es berührt mich auf eine sehr direkte Weise (klingt vielleicht etwas seltsam, ich weiß). Ich spüre es fast körperlich, als würde es durch meine Adern fließen. Ich liebe es, diese Bilder zu betrachten, würde sie am liebsten groß ausdrucken und überall in meinem Umfeld aufhängen.
Das Interessante daran ist: Es geht dabei gar nicht darum, dass ich diese Fotos selbst gemacht habe. Es ist vielmehr das Bild selbst, das mich berührt. Und dieses Gefühl habe ich nicht nur bei meinen eigenen Arbeiten. Es gibt Fotos anderer Fotografen, bei denen ich einfach nur denke: „Genial!“ — genau solche Bilder möchte ich auch schaffen. Dabei ist es nicht nur das Motiv, sondern auch die Farbstimmungen, die Grautöne, die gesamte Atmosphäre, die mich fasziniert.
Im vergangenen Jahr habe ich viel Street fotografiert und natürlich alles festgehalten, was sonst so dazugehört — beispielsweise Reisen und Urlaube. Ein Bereich, der in diesem Artikel zwar erwähnt wird, bei mir aber bislang noch fehlt, ist die Porträtfotografie. Erst gestern habe ich wieder intensiv darüber nachgedacht und begonnen, mich mit Lichtsetzung und Equipment zu beschäftigen.
Mein Ziel ist es, eine kleine Serie von Porträts zu realisieren — inklusive eines Selbstporträts, das mir schon seit längerer Zeit im Kopf herumspukt.
Ich hatte lange Zeit das Fujifilm 27mm F2.8 und habe es kaum verwendet. Erst 2025 kam es auf der Fujifilm X-T2 bei der Streetphotography öfter zum Einsatz. Irgendwann wurde ja eine neue Version angekündigt mit einem Blendenring, und ich dachte mir: Wenn das kommt, kaufe ich mir die neue Version und verkaufe die alte Version. Dann kamen die ersten Reviews mit Tests, sowohl in der Praxis als auch im Studio, und damit auch die Ernüchterung: Die Bildqualität hat sich nicht verbessert. Es gibt eigentlich nur zwei Neuerungen. Einmal den Blendenring und zweitens besitzt die neue Version das WR (Weather Resistant) hinter dem Namen, was für draußen nicht uninteressant ist. Allerdings muss ich auch gestehen: Selbst wenn die Kamera es abkann, mache ich es trotzdem nicht, wenn es nicht unbedingt sein muss. Die meisten teuren Smartphones kann ich auch mit in den Pool nehmen und theoretisch unter Wasser halten – ich tue es trotzdem nicht.
Als ich mir dieses Jahr (noch nicht so lange her) die Fujifilm X-E5 gekauft habe, mit dem 23mm F2.8 WR Objektiv, dachte ich mir allerdings schon, es wäre praktisch, das 27mm F2.8 WR mit dem Blendenring zu besitzen. Und als eine Aktion vor meiner Nase wedelte, konnte ich nicht widerstehen.
Ich möchte hier nur auf die kleinen, interessanten technischen Unterschiede eingehen. Das eine ist, wie schon erwähnt, der Blendenring, der für mich eigentlich der wichtigste Teil der neuen Version ist. Diesen kann man auch fixieren, aber wie üblich nur auf A (Automatik). Das andere ist die Wetterfestigkeit. Vom Gewicht gibt es kaum einen Unterschied – das neuere 27mm ist auf der Küchenwaage mit 99 Gramm um 7 Gramm schwerer als das alte. Von der Größe ist mir kein nennenswerter Unterschied aufgefallen (siehe Fotos).
Demnach könnte man meinen, die neue Version sei die bessere Version. Ich würde das aber so nicht unterschreiben, denn es gibt einen Nachteil, der vielleicht nicht für alle, aber für den einen oder anderen erwähnenswert ist – und das ist der Fokusring. Bei der neuen Version ist er ganz vorne, sehr schmal und auch strenger. Manuelles Fokussieren macht daher nicht so viel Spaß. Dieser ist bei der alten Version wesentlich breiter und auch angenehmer zu handhaben.
Wer also gerne lieber manuell fokussiert, sollte klar zur älteren Version greifen und in Kauf nehmen, dass die Blende auf der Kamera verstellt werden muss. Für mich war die neue Version für die X-E5 die bessere Wahl, weil mir der Blendenring wichtig ist und ich die X-E5 eher als Daily-Kamera sehe und daher mehr den AF nutze als MF. Ich habe mein altes 27mm übrigens bereits verkauft.
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen. Die Objektive sind nicht die schärfsten, nicht die schnellsten, aber sehr praktisch, weil sie wenig Platz einnehmen. In meiner Streetfotografie und bei Schnappschüssen verwende ich sie sehr gerne. Ergänzt wird das bei mir noch durch das 35mm F1.4 von Fuji (alte Version, übrigens mein ältestes Fuji-Objektiv), das hier noch gut dazu passt. Auf den anderen Kameras verwende ich natürlich die größeren Objektive, da die Kameras auch besser in der Hand liegen und die Objektive damit nicht so schwer wirken.



Die erste Version des Webauftritts ist beinahe fertig. Ich wollte schon die Seite mit WordPress aufziehen und habe mir auch ein passendes Template besorgt das mir einiges an Arbeit anbehmen soll doch es ist weit mehr Arbeit als mir lieb ist, sodass ich zwischenzeitlich damit begonnen habe eine Seite zu entwickeln, ganz ohne ein CMS (ich mag WordPress ehrlich gesagt sowieso nicht). Die Seite ist soweit auch schon "fertig", was noch fehlt, sind die Fotos und der Text.
Ich werde vorerst nur ein paar Fotos hochladen, weil mir die Auswahl so unheimlich schwer fällt. Weniger bei den aktuellen Fotos als bei den Fotos aus der Vergangenheit. Auch die Webseite wird, wenn sie online geht, nicht ihren finalen Status erreichen, weil ich noch Dinge offen sind, wie die Gallery, die noch nicht optimal gelöst sind. Ich denke mir nur, wenn man nicht mit etwas anfängt und immer auf das Perfekte hinarbeitet oder wartet, beginnt man oftmals erst gar nicht.
Wenn mich die Krankheit nicht ausknockt oder ich sonst irgendwie blockiert werde, könnte mit Ende der Woche die Seite online gehen. Wie gesagt, nicht ganz fertig, aber zumindest besser als das Aktuelle.
Ayrthon Kaleo, ein mir unbekannter YouTuber, war mit dem mir ebenso unbekannten Fotografen, OG unterwegs, welcher ihn davon überzeugte, das er einmal die Filmfotografie ausprobieren soll. Ich fand allerdings viel interessanter, was er zu erzählen hatte und das möchte ich euch nicht vorenthalten. Das Video ist auf Englisch.
Ich habe mir vor 2 Wochen eine FujiFilm X-Half gekauft gehabt, weil ich aus den zahlreichen Rezensionen entnommen habe, dass die Kamera toll sein soll, die Kreativität entfachen soll usw.
Die technischen Daten spare ich mir an dieser Stelle, die kann man auf vielen Seiten nachlesen, sind an sich auch nicht so spannend und sollen eigentlich bei dem Konzept auch nicht so die große Rolle spielen.
Mir war das Half-Konzept soweit fremd. Dieses kommt aus der analogen Fotografie, wo 35mm Filme eingesetzt wurden. In der Regel waren das 36erßFilme, sprich man konnte ca. 36 Fotos (die häufigste Variante) auf solch einen Film bringen. Bei Halbformatkameras wurde, wie der Name eigentlich schon verrät, nur ein halbes Foto aufgenommen, wodurch man statt 36 Fotos, 72 aufnehmen konnte. Diese waren im Hochformat. Dieses Konzept hat FujiFilm hier aufgegriffen für die FujiFilm X-Half bzw. X-HF1. Der Nachteil war, sofern das jemanden interessierte, die Qualität der Bilder wurde damit auch schlechter, das Korn deutlicher zu sehen. Dieser wesentliche Punkt hat auch meine Betrachtung auf die X-Half geändert, da auch hier nur ein halber Sensor zum Einsatz kommt, dieser aber vergleichsweise gut ist. Das hat dazu geführt, das ich am Ende schwarzweiß Fotos mit extra eingestellter Körnung belichtet habe.
Beginnen wir mit den negativen Dingen, die die meisten digitalen Fotografen in der Kamera sehen werden. Das ist einmal ein langsamer Autofokus, eine langsame Auslösung, ein brauchbares ISO bis ca. 1600, schlecht für Fotos bei schlechtem Licht (erinnert mich an die alten Kompaktkameras), das zu kleine Display (womit man aber leben kann) was manchmal etwas fummelig ist und auch schlecht zu lesen, wenn das Alter eine Rolle spielt. Fürs Filmen ist sie meiner Meinung nach nicht geeignet, diese Funktion hätte man aus meiner Sicht komplett auslassen können, das kann jedes Smartphone besser. Selbst für unter 200 Euro.
Das Positive an der Kamera ist, sie lädt zum Spielen ein. Man ist eher geneigt, auch viele unnötige Fotos zu machen weil sie klein und handlich ist, man sie einfach nicht so ernst nimmt. Sie glänzt mit den typischen Fuji-Filmsimulationen (eigene kann man leider nicht erstellen). Mit der Funktion, zwei Bilder auf ein Foto zu packen, sprich nebeneinander, um ein normales Fotoformat (35 mm) zu bekommen, kann man kurze und einfache Stories erstellen. Das scheint auch großen Anklang zu finden, für mich allerdings kein Thema, das geht auch ohne der Funktion.
Was ich sehr gut gefunden habe und was mir auch gefallen hat, ist die Filmsimulation. Ein Foto machen, das Bild nicht sehen, den Film weiterdrehen und das nächste Foto machen. Da kommt auch ein weiterer Punkt dazu, der mich stört: Ich hätte echt gerne den manuellen Fokus verwendet, aber durch den Sucher weiß man leider nicht, ob man nun scharfgestellt hat oder nicht. Das lässt dann mehr das Feeling einer billigen Einwegkamera aufkommen als das der "echten" Fotografie. Es ist einfach nur ein Glas durch das man schaut.
Die Kamera hat mir in den zwei Wochen, bevor ich sie wieder verkauft habe, zwar Spaß gemacht, mir aber nicht das Gefühl von analoger Fotografie gegeben, weil ich so eine Knipse nicht gekauft hätte bzw. wenn ich das will, diese für 25-40 Euro auf Amazon bekomme, mit echtem Film und genauso wenig Einfluss und Entscheidungsfreiheiten. Und da sind wir dann auch bei einem großem Punkt: Aus meiner Sicht sind die 799 Euro viel zu überteuert für das was einem die Kamera liefert. Ja sie lädt zum Spielen und Experimentieren ein, aber sie fördert definitiv nicht meine Kreativität. Ich kann natürlich hier nur von mir sprechen, aber mehr als 400 Euro würde ich dafür nicht noch einmal ausgeben. Es sei denn, Fuji bringt mehr Funktionen, die mehr dem analogen Feeling entspricht wie z. B. eine Lösung wie man manuell fokussieren kann im Filmsimulationsmodus. Und ein RAW-Format wäre auch wünschenswert.
Vielleicht noch als Tipp für jene, die mit dem Scrollen auf dem kleinen Display kämpfen: Ich habe mir ein Schutzglas für die freien Flächen des Displays gekauft und mit diesen hat das Scrollen dann problemlos funktioniert. Ich vermute einfach, dass hier das Problem ,die Vertiefung und die kleinen offenen Flächen des Displays sind. Durch das Glas ist die Fläche mit dem Kunststoffrahmen eben und daher leichter zu berühren.
Ich hoffe das meine Ansicht zu der X-Half für dich ggf. eine andere Perspektive bietet. Am Ende muss hier jeder für sich entscheiden, ob der Preis das "Habenwill-Gen" (wie es Steffen Böttcher so schön ausdrückt hat) aussticht oder ob es einem egal ist. Ich hole mir, da ich im Filmmodus nicht manuell fokussieren kann, dann lieber eher eine X-M5 als eine X-Half oder wie es ist, ich verwende einfach weiterhin meine X-T5 und hoffe, dass die X-E5 noch günstiger wird, denn beim aktuellen Preis würde ich eher zu einer X-T5 greifen.
Noch ein paar Bilder die ich mit der X-Half gemacht habe. Die Bilder sind jediglich verkleinert, allerdings nicht bearbeitet.









Ich habe zum Leica Look ein vermutlich besseres Rezept gefunden als das meine. Es hat einen wärmeren Look, aber wie auch das andere habe ich es noch nicht ausreichend getestet. Beim HP5-Film bin ich einen anderen Weg gegangen, der etwas weniger hart ist, ist aber auch noch nicht viel getestet. Daher sehe ich die beiden mal als Beta-Film-Rezepte.

HP5 Plus 400

Leica X
Das PDF-Dokument wurde um die beiden Filmrezepte erweitert und kann unter der folgenden URL angeschaut bzw. heruntergeladen werden: https://www.gweepography.com/files/recipe/fuji/myFujifilmFilmSims.pdf